Foto: Birgit Beckers
Sie sind hier: Startseite LANUV » Natur

LIFE-Projekt Wiesenvögel NRW

Von Oktober 2020 bis Dezember 2027 führt das LANUV als Projektträger gemeinsam mit seinen elf Partnern das LIFE-Projekt „Wiesenvögel NRW - Breeding and migratory low wetland meadow birds in North-Rhine - Westphalia“ durch.

Ziel des Projekts ist es, die Bestände wiesenbrütender Vogelarten wie Uferschnepfe, Großer Brachvogel, Rotschenkel, Kiebitz, Bekassine, Löffelente, Knäkente und Wiesenpieper in acht EU-Vogelschutzgebieten des NRW-Tieflandes vom Unteren Niederrhein bis zum Kreis Minden-Lübbecke langfristig zu sichern. Die genannten Arten stehen auf der Roten Liste der in Nordrhein-Westfalen gefährdeten Vogelarten. Zudem sollen die Rastbestände von Enten und Limikolen (Watvögeln) in diesen Gebieten gefördert werden.

EU-Vogelschutzgebiete, die im Projekt vertreten sind:

  • Unterer Niederrhein
  • Moore und Heiden des westlichen Münsterlandes
  • Feuchtwiesen im nördlichen Münsterland
  • Heubachniederung, Lavesumer Bruch und Borkenberge
  • Lippeaue zwischen Hamm und Lippstadt mit Ahsewiesen
  • Hellwegbörde
  • Rietberger Emsniederung mit Steinhorster Becken
  • Bastauniederung

Vielseitiges Maßnahmenpaket

Über eine Laufzeit von sieben Jahren wird eine Vielzahl von Maßnahmen umgesetzt. So soll der Wasserhaushalt verbessert, die Landwirtschaft extensive genutzt, störende Strukturen wie Gehölze oder Grünlandbrachen entfernt und ein Prädationsmanagement eingeführt werden. Zusätzlich wird in geringfügigem Maße Land erworben, um langfristig Wiesenvogelbrutgebiete zu sichern.

Bürgerinnen und Bürger sollen durch das Erleben von Natur und aktive Öffentlichkeitsarbeit in das Projekt eingebunden werden. Zuletzt runden umfangreiche Monitoring-Maßnahmen die Umsetzung ab: Die Entwicklung der Zielvogelarten und der Ökosystem-Dienstleistungen in den Projektgebieten sollen über die gesamte Laufzeit überwacht und gemessen werden.

Landesweite Zusammenarbeit

Eine wichtige Rolle im Projekt übernehmen die Höheren und Unteren Naturschutzbehörden sowie die Wasser- und Bodenordnungsbehörden. Eine intensive Zusammenarbeit ist mit der Landwirtschaftskammer und den Landwirtschaftsverbänden sowie der Jägerschaft vorgesehen. Diese werden, wie die Naturschutzverbände des Landes, in einem Projektbeirat vertreten sein. Zehn Biologische Stationen und die niederländische vogelkundliche Organisation SOVON zählen zu den Projektpartnern:
 

 

Das Gesamtbudget beträgt 18,94 Millionen Euro: 11,36 Millionen Euro kommen aus dem EU-LIFE-Topf und mit 7,53 Millionen Euro beteiligt sich das Land NRW an dem Projekt. Dazu kommen Eigenmittel der Projektpartner.