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Prämie für die Untersuchung von Schwarzwildfrischlingen wird verlängert

Um das Risiko des Eintrags der Afrikanischen Schweinepest in die bestehende Schwarzwildpopulation zu verringern, ist es notwendig, ergänzende präventive Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen zu ergreifen.

Die derzeit sehr hohe Schwarzwilddichte würde einer Erregerverbreitung deutlich Vorschub leisten. Hierzu erscheint für eine nachhaltige Senkung der Populationsdichte eine verstärkte Bejagung von Frischlingen angezeigt. Insoweit soll ermittelt werden, ob über die Beteiligung an den Kosten der gesetzlich vorgeschriebenen Trichinenschau ein wirksamer Anreiz geschaffen werden kann, eine intensivere Bejagung von Frischlingen zu erreichen.

Aus diesem Grund hat die Landesregierung bereits eine Prämie für die Untersuchung von Schwarzwildfrischlingen ausgelobt. Da die verstärkte Frischlingsbejagung auch weiterhin ein wichtiges Element bleibt, die derzeit stark erhöhte Schwarzwilddichte dauerhaft zu reduzieren und um die Kontinuität der Maßnahme für das gesamte Jagdjahr zu gewährleisten, verlängert die Landesregierung die Auslobung der Prämie und hat dafür erneut Mittel in Höhe von maximal 50.000,00 EUR zur Verfügung gestellt. Das bisherige Verfahren  bleibt bestehen, so dass folgende Punkte zu beachten sind:

Teilnahmeberechtigung:

Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Veterinärämter/Labore mit Sitz in Nordrhein-Westfalen, welche die gesetzlich geforderten Trichinenuntersuchungen durchführen.

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Es werden nur Kosten für Proben an Frischlingen erstattet. Frischlinge in diesem Sinne sind Wildschweine, welche zum Zeitpunkt der Erlegung ein Körpergewicht von maximal 20 kg aufweisen. Das Gewicht des beprobten Wildschweins ist durch eine geeignete Unterlage (Kopie den Wildursprungsscheins) nachzuweisen.
  • Die Teilnahmeberechtigten müssen die Jägerinnen und Jäger im Rahmen der Rechnungsstellung zunächst von der Zahlung der Untersuchungskosten für Proben von Frischlingen befreien bzw. dürfen nur den Betrag in Rechnung stellen, der über 10 EUR hinaus geht. Diese Befreiung kann unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der späteren Erstattung des Betrages durch das Land Nordrhein-Westfalen erfolgen.
  • Es werden nur Kosten für Proben berücksichtigt, bei welchen das Erlegungsdatum des beprobten Frischlings nach dem 11.08.2017 liegt.

Höhe der Prämie:

Die Höhe der Prämie beträgt maximal 10 EUR je untersuchtem Frischling.
Ist der Kostenaufwand geringer als 10 EUR, ist nur der tatsächliche Aufwand zu berücksichtigen.

Verfahren

Das Verfahren glieder sich in 2 Phasen.

Phase 1:

Die Teilnahmeberechtigten haben die Möglichkeit, täglich bzw. mindestens 1 x wöchentlich die Anzahl der bereits durchgeführten Untersuchungen, für die eine Prämie begehrt wird, per Mail an die Mailadresse

zu senden und so zur Berücksichtigung der Prämienzahlung anzumelden.

Es dürfen ausdrücklich nur die Untersuchungen gemeldet werden, die zum Meldezeitpunkt auch tatsächlich bereits durchgeführt wurden.
Die Meldung von Planzahlen ist NICHT zugelassen!

Phase 2:

Dem Antrag (Bewerbung) sind alle geeigneten Nachweise zum jeweiligen Körpergewicht des untersuchten Wildscheins beizufügen (Kopien der Wildursprungsscheine). Die Prämienauszahlung für die Untersuchungen erfolgt unter Berücksichtigung der in Phase 1 vom jeweiligen Teilnehmer abgegebenen Voranmeldungen, d.h. Prämienauszahlungen können nur für bereits angemeldete Untersuchungen ausgezahlt werden.

Nächster Auszahlungstermin ist der 31.03.2018. Die Auszahlung der Prämie ist unter Verwendung des Formulars bis zu diesem Zeitpunkt beim LANUV zu beantragen.