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Grundwasserwiederanstieg im Rheinischen Braunkohlenrevier

Grundwasserbeeinflussung im Rheinischen Braunkohlenrevier integriert über alle Grundwasser- stockwerke nach Angaben der RWE Power AG (2016)

Die für die Trockenhaltung der Tagebaue des Rheinischen Braunkohlenreviers notwendige Grundwasserentnahme hat verschiedene Folgen für den Wasserhaushalt. So führen die Entwässerungsmaßnahmen unter anderem zu einer großräumigen Grundwasserabsenkung. Die Absenkungen betragen im Bereich der Tagebaue mehrere hundert Meter und nehmen mit zunehmender Entfernung von ihnen ab. Der Absenkungstrichter umfasst ein Gebiet von über 3000 km²(Abbildung). Mit den Grundwasserabsenkungen sind auch Bodensenkungen von derzeit bis zu ca. 4,5 Metern im direkten Tagebauumfeld verbunden.

Mit dem Ende des Braunkohleabbaus steigt ab etwa der Mitte dieses Jahrhunderts das Grundwasser wieder an. Dies kann in den von Bodensenkungen betroffenen Gebieten zu Bodenhebungen führen. Bislang ist noch unzureichend bekannt, welche Geländehöhen und Abstände zur Grundwasseroberfläche (Flurabstände) sich einstellen und ob mit Vernässungen zu rechnen ist. Dabei spielen auch regionale Unterschiede der geologischen Schichten eine wichtige Rolle.

In der Koalitionsvereinbarung der rot-grünen Landesregierung haben die Parteien vereinbart:

„Das Problem des Grundwasserwiederanstiegs nach Beendigung der Kohleförderung und die damit verbundenen Risiken für Bergschäden sollen untersucht und mögliche Konsequenzen daraus für die Bauleitplanung mit den Kommunen im Rheinischen Revier gezogen werden.“

Um diese Problematik eingehend fachlich-wissenschaftlich zu untersuchen und Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, hat das Land eine Arbeitsorganisation unter Einbeziehung aller Akteure und Interessenvertretungen geschaffen.