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Gewässerökologie

Unsere Fließgewässer sind Teil des weltweiten Wasserkreislaufs und durchziehen als Lebensadern in einem dichten Netz unsere Landschaft. Von den Quellen der kleinen Bäche bis zur Mündung der großen Ströme in das Meer stellen sie eine Vielzahl von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen zur Verfügung.

In unseren über 12.000 Fließgewässern in Nordrhein-Westfalen mit einer Gesamtlänge von mehr als 46.000 km leben über 800 Arten der wirbellosen Tiere, rund 260 Arten der Wasserpflanzen, etwa 1.700 Arten der Algen und 60 Arten der Fische. All diese Tiere und Pflanzen zeigen spezielle Anpassungen an die besonderen Verhältnisse in einem Fließgewässer. Strömung, Sauerstoffgehalt, Wassertemperatur, Nährstoffangebot, Lichtverhältnisse und vieles mehr bestimmen das Leben im fließenden Wasser. Aufgrund des hohen Spezialisierungsgrades der Wasserorganismen eignen sie sich sehr gut als Indikatoren für den ökologischen Zustand der Fließgewässer.

Das LANUV NRW überwacht die Ökologie der Fließgewässer im Rahmen der Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie in einem engen räumlichen und zeitlichen Raster. Insgesamt ca. 2.000 Messstellen werden in der Regel alle drei Jahre auf die sogenannten biologischen Qualitätskomponenten untersucht: Fische, wirbellose Tiere (Makrozoobenthos), Wasserpflanzen (Makrophyten), Algen (Phytobenthos einschließlich Kieselalgen (Diatomeen)) und an großen Fließgewässern auch Schwebealgen (Phytoplankton).

Auf der Basis dieser Ergebnisse wird der ökologische Zustand der Fließgewässer bewertet. Darüber hinaus stehen aus diesen Untersuchungen eine Vielzahl faunistischer und floristischer Daten für weitere Auswertungen und für die Kausalanalyse der bestehenden Belastungen zur Verfügung.