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Wasserbürtige Krankheitserreger

Wasserbürtige Krankheitserreger können über den Wasserpfad Erkrankungen beim Menschen verursachen. Dies geschieht zum Beispiel durch orale Aufnahme von oder direkten Kontakt mit erregerhaltigem Wasser oder durch Inhalation erregerhaltiger Aerosole.

Die meisten wasserassoziierten Infektionskrankheiten werden durch Bakterien oder Viren fäkalen Ursprungs hervorgerufen. Es kann aber auch durch Mikroorganismen, die natürlich in der Umwelt vorkommen, also nicht-fäkalen Ursprungs sind, zu wasserbezogenen Erkrankungen des Menschen kommen, wie beispielsweise durch Legionellen oder Pseudomonaden.

Projekt Mikrobiologie / Legionellen

Als Konsequenz aus dem Legionellose-Ausbruch in Warstein 2013 wurde vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV) u. a. das Projekt „Risikoorientierte Gewässerbewirtschaftung im Hinblick auf wasserbürtige Krankheitserreger, insbesondere Legionellen“ initiiert.

Selbstüberwachung Legionellen

Anlagen, die (Ab)-Wasser- und Luftemissionen mit erhöhten Legionellenkonzentrationen verursachen können, sind durch die Betreiber im Rahmen einer Eigenüberwachung zu überwachen (Erlass des MKULNV vom 06.09.2016).

Entsprechend den Empfehlungen der Expertenkommission Legionellen sollte die für die Überwachung zuständige Behörde für die in Frage kommenden direkteinleitenden Betriebe und kommunalen Kläranlagen im Rahmen der Eigenüberwachung im ersten Jahr eine quartalsweise Probenahme und Analyse von Legionellen veranlassen. Ist die Überwachung unauffällig, sollte die Behörde die Überwachung auf eine einmalige Probennahme und Analytik im Jahr in der warmen Jahreszeit reduzieren.

Erfassungstabelle und Erläuterungen

Ringversuch „Legionellen in Abwasser“

Im Auftrag des MKULNV hat das LANUV 2017 einen Ringversuch zum kulturellen Nachweis von Legionellen in Abwasser durchgeführt.


In nachfolgender Liste sind die akkreditierten Untersuchungsstellen aufgeführt, die erfolgreich am Ringversuch „Legionellen in Abwasser“ teilgenommenen haben.