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Luftqualitätsziele

Die Definition und Festlegung von Luftqualitätszielen zur Vermeidung, Verhütung und Verringerung schädlicher Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt insgesamt ist eines der wesentlichen Ziele der Luftqualitätsrichtlinien.

Folgende Schadstoffe müssen unter diesem Aspekt kontrolliert werden:

  • Schwefeldioxid (SO2) .
  • Stickstoffdioxid (NO2) .
  • Partikel (PM10) .
  • Blei .
  • Benzol (C6H6) .
  • Kohlenmonoxid (CO) .
  • Ozon (O3) .

Geplant ist, zukünftig auch die Stoffe Cadmium, Arsen, Nickel, Quecksilber sowie bestimmte Kohlenwasserstoffe zu überwachen.

Für diese Schadstoffe wurden Beurteilungsmaßstäbe (Grenzwerte bzw. Zielwerte und teilweise Alarmschwellen) festgelegt. Hierbei berücksichtigte Faktoren sind z. B.:

  • die Exposition der Bevölkerung, ,
  • die Schadstoffwirkung auf Pflanzen, Tiere und historisches Erbe, ,
  • klimatische Bedingungen und Ferntransporte von Stoffen. .

Die Festlegung der Grenzwerte stützt sich auf Forschungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Insgesamt gelten nach der Novellierung des BImSchG und der 22. Verordnung zum BImSchG wesentlich schärfere Grenzwerte für die wichtigsten Luftschadstoffe als bisher. Bei den Partikeln ersetzen neue Grenzwerte für Feinstaub (PM10) die bisher bestehenden Grenzwerte für Schwebstaub (SPM). Um schrittweise das Erreichen der Grenzwerte sicherzustellen, sind für eine Übergangszeit zeitlich abnehmend für die verschiedenen Luftschadstoffe unterschiedliche Toleranzmargen festgelegt worden. Wenn die Summe aus Grenzwert und Toleranzmarge überschritten wird, sind von der zuständigen Behörde Pläne zu entwickeln, damit die später geltenden Immissionsgrenzwerte eingehalten werden können. Die Grenzwerte sollen bis 2005 ( z. B. für PM10) bzw. 2010 ( z. B. NO2) eingehalten werden. Damit dies erreicht wird, müssen in vielen Fällen Luftreinhaltepläne aufgestellt werden; in Fällen, in denen die Einhaltung der Grenzwerte bis zum Zieljahr nicht erreicht wird, werden Aktionspläne erarbeitet.