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Fischgesundheit

Registrierung und Zulassung von Aquakulturbetrieben

Allgemein bedeutet Aquakultur im Bereich der Tiergesundheit die Aufzucht und Haltung von Wasserorganismen, einschließlich Fischen, Weichtieren, Krebstieren, die zu Zierzwecken oder zum menschlichen Verzehr gehalten werden. Ein wichtiges Kriterium bei der Definition eines Aquakulturbetriebes ist, dass die Wassertiere während der gesamten Aufzucht oder Haltung, einschließlich Fang, Eigentum einer natürlichen oder juristischen Person sind. Dies stellt eine Abgrenzung zur Fischerei dar, wo Gewässer im Rahmen der Hegepflicht nach Landesfischereigesetz bewirtschaftet werden. Unter den Begriff Aquakultur fallen somit nicht nur die klassische Teichwirtschaft, sondern zum Beispiel auch Angelparks, Anlagen im Hobby- oder Nebengewerbe und Zierfischhändler. Grundsätzlich bedarf jeder Aquakulturbetrieb entweder einer Registrierung oder einer Zulassung. Der Betreiber eines Aquakulturbetriebes ist daher verpflichtet vor Aufnahme der Tätigkeit dies bei der zuständigen Behörde anzuzeigen bzw. zu beantragen.  In wie weit eine Registrierungs- oder Zulassungspflicht vorliegt wird durch die Verordnung (EU) 2016/429 geregelt.

Eine generelle Registrierungspflicht besteht für:

  • Angelparks oder Betriebe, die Erzeugnisse aus der Aquakultur direkt an den Endkunden abgeben

Eine generelle Zulassungspflicht besteht für:

  • Aquakulturbetriebe, die Wassertiere verbringen; entweder lebend oder in Form von (verarbeiteten) Erzeugnissen

Ausgenommen von der Registrierungs- oder Zulassungspflicht sind:

  • Betriebe die wild lebende Wassertiere ernten bzw. fangen und anschließend bis zur Schlachtung ohne Fütterung halten
  • Heimtierhalter, die Wassertiere zu Zierzwecken ausschließlich privat in Heimaquarien oder Gartenteichen halten

Weitere Informationen

Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES):