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Landschaftsplanung

Die Landschaftsplanung ist das Planungsinstrumentarium des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Maßstab sind die Ziele und Grundsätze des Naturschutzrechts.

Die Landschaftsplanung richtet sich nach den Vorschriften des Landschaftsgesetzes von Nordrhein-Westfalen. Danach gliedert sich die Landschaftsplanung in

  • ein Landschaftsprogramm auf Landesebene,
  • Landschaftsrahmenpläne auf Regionalebene (Regionalpläne) und
  • kommunale Landschaftspläne der Kreise und kreisfreien Städte (örtlicher Landschaftsplan).

Die Landschaftsplanung ist vorsorgeorientiert. Wie der Naturschutz selbst, soll auch die Landschaftsplanung als dessen Instrument nach dem Gesetzesauftrag u. a. dazu beitragen, die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes als Lebensgrundlage des Menschen zu erhalten und wiederherzustellen.

Mit der Landschaftsplanung definiert und koordiniert der Naturschutz die erforderlichen räumlichen Ziele und Grundsätze auf allen Planungsebenen.

  • Auf der Landesebene sollen die landesweiten Leitbilder und Erfordernisse des Naturschutzes und der Landespflege im Landschaftsprogramm dargestellt werden. Raumbedeutsame Erfordernisse werden nach Abwägung mit anderen Belangen in den Landesentwicklungsplan übernommen.
  • Die regionalen Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung des Naturschutzes und der Landschaftspflege werden nach Abwägung mit anderen Belangen im Regionalplan, der gleichzeitig die Funktion als Landschaftsrahmenplan erfüllt, dargestellt.
  • Auf der untersten Ebene der kommunalen Landschaftsplanung werden entsprechende Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen festgesetzt. Der Inhalt des kommunalen Landschaftsplanes bestimmt sich nach § 16 Landschaftsgesetz NRW in Verbindung mit den §§ 18-26. Der Geltungsbereich erstreckt sich im Wesentlichen auf den baulichen Außenbereich im Sinne des Bauplanungsrechtes.
    Die erforderliche Planung und Umsetzung auf kommunaler Ebene erfolgt in einem gesetzlich geregelten, demokratischen Prozess in intensiver Zusammenarbeit mit allen gesellschaftlichen Kräften und den Bürgerinnen und Bürgern, die an der Gestaltung der landschaftlichen Entwicklung ihrer Heimat interessiert sind.

Der Bereich Landschaftsplanung des LANUV erarbeitet den Fachbeitrag des Naturschutzes und der Landschaftspflege zur Landschaftsplanung gemäß § 15a (2) LG NW. Zudem ist das LANUV Träger öffentlicher Belange in Aufstellungs- und Änderungsverfahren zur Regional- und örtlichen Landschaftsplanung, d h. das LANUV erstellt Stellungnahmen und vertritt diese in Erörterungsterminen.

Auf Anfrage der obersten Naturschutzbehörde werden planerische Beiträge und fachspezifische Stellungnahmen, z. B. zum Landesentwicklungsplan, zu Straßenbedarfsplänen oder regionalen Konzepten, wie z. B. Abgrabungskonzepte für Steine und Erden, erstellt.