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Umweltindikatoren NRW

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Natur, ländlicher Raum

Wie nirgendwo sonst in Deutschland liegen in Nordrhein-Westfalen industriell geprägte Regionen, ländliche Räume und Natur dicht nebeneinander. Vielfältige Naturlandschaften umgeben die industriellen Zentren des Landes. Zu ihnen zählen die Feuchtwiesen, Heiden und Moore des westfälischen Tieflands, die Bergwiesen, Quellbäche und naturnahen Wälder der Mittelgebirgsregionen, die Münsterländer Parklandschaft und die Auenlandschaft am Niederrhein. Jede dieser Regionen bietet eine eigene, historisch gewachsene Vielfalt an Lebensräumen für Tiere und Pflanzen.

Diese naturraumtypische biologische Vielfalt ist wesentlicher Bestandteil eines leistungs- und funktionsfähigen Naturhaushalts und eine wichtige Lebensgrundlage für den Menschen. Die Natur liefert kostenlos und vielfach unbemerkt sogenannte Ökosystemleistungen, die uns Menschen zugutekommen. Hierzu zählen fruchtbare Böden, frische Luft zum Atmen und reines Wasser zum Trinken. Aber auch die Herstellung von Arzneimitteln sowie technische Innovationen beruhen nicht selten auf Vorbildern aus der Natur.

Land- und Forstwirtschaft sind trotz des hohen Industrialisierungsgrads noch immer die bedeutendsten Flächennutzer in Nordrhein-Westfalen, die wesentlich zur Entwicklung der nordrhein-westfälischen Kulturlandschaften beigetragen haben. Besonders wertvoll sind hierbei extensive Landnutzungsformen und die ökologische Landwirtschaft, die durch naturverträgliche Bewirtschaftungsweisen die Vielfalt der regionalen Kulturlandschaften fördern.

Heutzutage gilt es mehr denn je, die Nutzung durch Land- und Forstwirtschaft nachhaltig zu gestalten, um die Natur in ihrer ganzen Vielfalt und als Garant einer hohen Lebensqualität für die Menschen zu erhalten. Gleichzeitig ist es jedoch auch wichtig, dass diese Formen der Landnutzung den heutigen ökonomischen Anforderungen entsprechen können.

Neben Land- und Forstwirtschaft haben auch Luftverschmutzungen aus Industrie und Verkehr einen großen Einfluss auf den Zustand der Natur. Über den Niederschlag können giftige Stoffe in die Ökosysteme gelangen, die das Wachstum und die Gesundheit von Pflanzen und Tieren stören können. Auch hier gilt es, die Belastung der Natur auf ein Minimum zu reduzieren.

Nicht zuletzt bringen die Folgen des Klimawandels ganz neue Herausforderungen für die Sicherung und Entwicklung der biologischen Vielfalt. Vor allem solche Arten, die auf Kälte und Feuchtigkeit angewiesen sind und nicht auf kühlere Regionen oder Feuchtlebensräume ausweichen können, sind von ihm betroffen. Andere Arten, wie wärmeliebende Reptilien- oder Heuschreckenarten, können dahingegen von den erwarteten höheren Temperaturen profitieren.

Die Obergruppe Natur, ländlicher Raum wird durch die folgenden Indikatoren repräsentiert:

 © LANUV NRW 2017

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