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Grünkohlexposition

Grünkohl reichert aufgrund der aufgefalteten Blätter gut Schadstoffe an

Im Wirkungsdauermessprogramm werden angelehnt an die Richtlinie VDI 3957 Blatt 3 zwischen Mitte August bis Mitte November (ca. 90 bis 100 Tage) Grünkohlpflanzen in Pflanzcontainern exponiert. Grünkohl vermag aufgrund der Oberflächenstruktur der Blätter und der wachshaltigen Kutikula in besonderem Maße lipophile (=fettlösliche), organische Verbindungen zu binden. Nach der Ernte wird der Grünkohl gewaschen und küchenfertig aufbereitet. Die Proben werden auf Schwermetalle und organische Schadstoffe untersucht.

Da Grünkohl insbesondere lipophile, organische Schadstoffe gut anreichern kann, wird diese Pflanze auch an verschiedenen Belastungsschwerpunkten als Bioindikator eingesetzt. Dabei ist es wichtig, dass es sich bei Grünkohl um eine Nahrungspflanze handelt. So kann über den Schadstoffgehalt im Grünkohl die Gefährdung für die Bürgerinnen und Bürger direkt berechnet und ggfls. eine Verzehrempfehlung ausgesprochen werden.