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Jakobskreuzkraut - Eine Giftpflanze auf dem Vormarsch

5. Auflage, Oktober 2014

Jakobskreuzkraut ist eine heimische Grünlandpflanze und war auch in Nordrhein-Westfalen immer Bestandteil des Grünlandes, wie die Auswertung der Vegetationsaufnahmen der landwirtschaftlichen Standortkartierung Nordrhein-Westfalen aus den 50-er bis in die 90-er des letzten Jahrhunderts zeigt. Ertragsanteile von unter 3 Prozent wurden von Stählin (1971) als stark gesundheitsschädigend, Anteile von über 3 Prozent als tödlich eingestuft.

Neu ist die teilweise eskalierende Ausbreitung im Verlauf der letzten zehn Jahre. Die Zunahme von Brachflächen auf dem Acker, nicht aufwuchsangepasste Extensivierung auf dem Dauergrünland und die Einbringung nicht heimischer Genotypen mit dem Saatgut zur Begrünung von Wildäckern und Brachen können die Ausbreitung vorangetrieben haben. Gefördert wird die Vermehrung auch durch nicht fachgerechtes Grünlandmanagement. Sicherlich haben auch mehrere Jahre mit länger anhaltenden Trockenphasen die Ausbreitung begünstigt. Noch ist die Ausbreitung kein landesweit flächendeckendes Problem, aber lokal ist es in allen Regionen von Nordrhein-Westfalen bereits zu schwerwiegenden Bewirtschaftungs- und Vermarktungsproblemen gekommen.

 

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