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Arbeitshilfe für flächendeckende Erhebungen über Altstandorte und Altablagerungen

LANUV Arbeitsblatt 21, 2013

Auf Grund der langen industriellen und bergbaulichen Geschichte vieler Teile Nordrhein-Westfalens ist die Anzahl der altlastverdächtigen Flächen und Altlasten besonders hoch. Nordrhein-Westfalen hat Altlastenfragen schon früh aufgegriffen und seither eine Vielzahl von Maßnahmen und Initiativen zu einem umfassenden Konzept verknüpft.
Das Hauptgewicht des Landeskonzepts liegt bei der Unterstützung der Kreise, kreisfreien Städte und kreisangehörigen Gemeinden. Diese müssen auf der einen Seite den überwiegenden Teil des Vollzugs bei der Abwehr von Gefahren wahrnehmen, die von Altlasten ausgehen. Auf der anderen Seite stellen die Bauleitplanung und die Zulassung baulicher Vorhaben kommunale Aufgaben dar, die, besonders bei der Flächenreaktivierung, untrennbar mit Altlastenfragen verbunden sind. Das Land bietet den Kommunen deshalb gezielte, auf die jeweilige Problemstellung zugeschnittene Hilfen, vor allem geeignete rechtliche Instrumente, finanzielle Entlastung und eingehende fachliche Unterstützung.
Flächendeckende Erhebungen sind der erste grundlegende Schritt der Erfassung, um die Voraussetzungen klären zu können, ob eine Verdachtsfläche bzw. altlastverdächtige Fläche vorliegt. Um diesen Schritt zu systematisieren und geeignete relevante Informationsquellen bewerten zu können, wurde im Jahr 2001 die 1. Auflage der Arbeitshilfe als MALBO 15 veröffentlicht. Die 2., überarbeitete Auflage beinhaltet eine umfassende sachlich-fachliche Aktualisierung und ein komplett neues Gliederungs- und Präsentationskonzept.
Aktuelle rechtliche Aspekte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Umweltinformations­gesetz, werden dargestellt. Relevante Quellen, eine aktuelle Konzeption der Datenaufbereitung sowie Methoden zur Identifizierung altlastverdächtiger Flächen werden beschrieben. Als aktuelles Thema werden außerdem die Quellen zur Ermittlung von PFT-Belastungen durch den Einsatz von Löschschäumen vorgestellt. Im Anhang finden sich Tabellen zur Einstufung der altlastenrelevanten Branchen. Die Empfehlungen sind übertragbar auf Erhebungen von Betriebsstandorten, Anschüttungen, schädlichen Materialauffüllungen und sonstigen Verdachtsflächen, die mit den beschriebenen Quellen erfassbar sind.

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