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LÖBF-Mitteilungen

LÖBF-Mitteilungen Nr. 3/2004

Lebensraum: Gewässer in Nordrhein-Westfalen

Die vorliegende Ausgabe der LÖBF-Mitteilungen befasst sich mit der Gewässerökologie und der Fischbiologie. Denn die EG-Richtlinien „Flora-Fauna- Habitat (FFH)“ und Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sind in Zielrichtung und Umfang bedeutend. Sie sind nicht zuletzt die Auswirkungen eines auf breiter Basis gewachsenen Engagements von Wasserwirtschaftlern und Biologen für den Lebensraum Wasser. Auch Naturschutz und Angelfischerei finden sich in den Richtlinien bestätigt. Die verschiedenen Beiträge dieses Heftes machen deutlich, dass in Nordrhein-Westfalen die Zusammenführung von Grundlagenforschung und die Praxis von Verwaltungsentscheidungen sehr gut funktioniert

In unserer Kulturlandschaft ist das Landschaftsbild der Fließgewässer stark verändert, so dass deren eigentliche Struktur und Besiedlung weitgehend nachkonstruiert werden muss, wenn man entsprechend der Wasserrahmenrichtlinie Leitbilder und Referenzen für ein biologisches Gütemesssystem entwickeln will. Dazu muss das Wissen um die Biologie einzelner Fischarten wie zum Beispiel der Quappe erweitert werden. Mit einem Beitrag zur Quappe in Nordrhein-Westfalen wird die Bestandssituation und der Schutz eines vom Aussterben bedrohten Auenfisches beschrieben.

Die Gewässerauenprogramme zeigen den untrennbaren Zusammenhang des Flusshauptgerinnes mit der Aue auf. Die Funktionsfähigkeit der Aue und die longitudinale Durchgängigkeit der Fließgewässer sind zwei wesentliche Grundelemente für die Beschaffenheit eines Fischbestandes. In dieser Ausgabe der LÖBF-Mitteilungen werden zum einen die Ergebnisse aus der Erfolgskontrolle des Gewässerauenprogramms an der Ems zwischen Warendorf und Greven vorgestellt, wo seit über 10 Jahren das Staatliche Umweltamt Münster Maßnahmen im Rahmen des Gewässerauenprogramms umsetzt. Ferner wird in einem weiteren Beitrag das Gewässerauenkonzept Ruhr 2002 vorgestellt.

Darüber hinaus wird am Beispiel der Wärmeeinleitung in die Lippe und deren Auswirkungen auf die Fischfauna aufgezeigt, wie sich typische Einflüsse der Industriegesellschaft auf Fischbestände in einem Abschnitt eines bestimmten Flußtypes auswirken können.

Den Abschluss bildet ein Bericht zum Biber in Nordrhein-Westfalen, dessen Ausbreitung sich in Nordrhein-Westfalen allmählich abzeichnet. Mit der Rückkehr des Bibers ergeben sich nicht nur neue Perspektiven für einen umfassenden Auenund Gewässerschutz, sondern auch spezielle Anforderungen an ein zukünftiges Bibermanagement für Nordrhein-Westfalen.

 

 

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