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LÖBF-Mitteilungen

LÖBF-Mitteilungen Nr. 4/2004

Untersucht: Waldzustand 2004 in NRW

Fester Bestandteil der letzten Ausgabe der LÖBF-Mitteilungen eines Jahres ist das Thema Waldzustandserfassung. So berichtet auch das vorliegende Heft über die im Sommer 2004 vorgenommene Kronenzustandserhebung in Nordrhein- Westfalen. Mit dieser jährlichen Untersuchung, die bereits zum zwanzigsten Male durchgeführt wurde, verfügt die LÖBF über einen in einer langen Zeitreihe gewonnenen wertvollen Datenbestand zum Kronenzustand in den nordrhein- westfälischen Waldbeständen. So stehen nicht nur jährliche Zustandsdaten zur Verfügung, sondern es lassen sich darüber hinaus Veränderungen aufzeigen und langjährige Trendaussagen treffen.

Ein weiterer Themenblock dieser LÖBF-Mitteilungen beschäftigt sich mit dem Biomonitoring Fische in Nordrhein-Westfalen. Bereits Mitte der 70er Jahre hat Nordrhein-Westfalen als eines der ersten Bundesländer damit begonnen, ein landesweites Fischartenkataster zu erstellen. War die anfängliche Zielsetzung, Informationen zur Verbreitung einzelner Fischarten zu dokumentieren, hat sich seit Anfang der 90er Jahre das Kataster immer mehr auch zu einem Instrument zur Beurteilung der Entwicklung von Fließgewässern anhand der Fischfauna entwickelt. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass mit der Einrichtung des Biomonitoringsystems Fische eine gute Grundlage geschaffen wurde, auch ein in Bezug auf die EU-Wasserrahmenrichtlinie relevantes Monitoringsystem zum Schutz von Oberflächengewässern aufzubauen.

Ein ebenfalls spannendes Thema in diesem Heft sind die Gräben. Insbesondere als Entwässerungsgräben können sie sich als massiver Eingriff in die Landschaft darstellen. Denn sie sind über die durch sie hervorgerufenen Veränderungen der Grundwasser- und Abflussverhältnisse mitverantwortlich für den großräumigen Verlust feuchter bis nasser Lebensräume. Doch Gräben kann auch eine wichtige Rolle als Ersatzlebensraum für Arten der Fließ- und Stillgewässer sowie des Feucht- und Nassgrünlandes zukommen. Deshalb stellt diese Ausgabe der LÖBF-Mitteilungen Empfehlungen zur Unterhaltung von Gräben aus naturschutzfachlicher Sicht vor.

Zu den wichtigen Voraussetzungen des Natur- und Umweltschutzes gehört es auch, dass die Menschen schon früh mit eingebunden werden. Im Sinne wirkungsvoller Nachhaltigkeitsstrategien ist es deshalb notwendig, bereits die jungen Menschen mit der Natur vertraut zu machen. Ein beispielhaftes Projekt dazu hat die Stadt Hamm mit dem „Naturprofi“ entwickelt, das mit Spiel, Spaß und Spannung Kinder an die Natur heranführt.

Abschließend berichten die LÖBF-Mitteilungen über vier interessante Tagungen aus Wissenschaft und Praxis. Dazu gehören unter anderem der 3. Fischereitag Nordrhein-Westfalen in Olpe und der Bonner Jägertag 2004.

Diese Ausgabe der LÖBF-Mitteilungen werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, zum Jahreswechsel in den Händen halten. Ich wünsche Ihnen allen daher ein friedvolles, gesundes und erfolgreiches Jahr 2005.

 

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