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LÖBF-Mitteilungen

LÖBF-Mitteilungen Nr. 2/2006

Erhalt und Rückkehr waldgebundener Tierarten

Im Rahmen des Forstlichen Fortbildungsprogramms der LÖBF richtete das Dezernat „Waldentwicklung, Management und Fortbildung“ im Oktober 2005 unter dem Thema „Waldgebundene Tierarten – Luchs, Wildkatze, Schwarzstorch, Kolkrabe und Fledermausarten – Aspekte zur Rückkehr und zum Erhalt des Naturerbes in Nordrhein-Westfalen“ ein Seminar zu ausgewählten waldgebundenen Tierarten aus. Die Planung des Fortbildungsangebotes eines Jahres erfolgt stets auf Basis einer vorherigen Bedarfsabfrage bei den im Vorgergrund stehenden Zielgruppen, zu denen Waldbesitzer, Forstbedienstete aus dem Privat- und Kommunalwald sowie Mitarbeiter der Landesforstverwaltung gehören – sowie bei speziellen Seminaren auch Bedienstete der Unteren Landschaftsbehörden oder der ehrenamtliche Naturschutz in Nordrhein-Westfalen. Erklärter Kundenwunsch war in diesem Fall, mehr über Lebensweise, Habitatansprüche und Populationsdynamik schutzbedürftiger waldgebundener Tierarten zu erfahren.

Die Veranstaltung informierte über Ökologie, Vorkommen und Perspektiven von Luchs, Wildkatze, Schwarzstorch, Kolkrabe und verschiedenen Fledermausarten vorrangig in Nordrhein-Westfalen. Dabei wurden geeignete Maßnahmen zur Etablierung der Tierarten beziehungsweise zur Unterstützung bestehender Populationen dargestellt. Mitwirkungsmöglichkeiten der Waldbesitzer und Forstleute auch beim Monitoring dieser Arten wurden diskutiert. Die vorliegende Ausgabe der LÖBF-Mitteilungen stellt einige Beiträge des Seminares vor. Abgerundet wird diese Thematik durch einen Bericht zum Wildtierinformationssystems der Länder Deutschlands.

144 Staaten, darunter auch die Bundesrepublik Deutschland, haben 1973 das sogenannte Washingtoner Artenschutzübereinkommen unterzeichnet. Ziel des Übereinkommens ist die Kontrolle des Handels mit geschützten Arten. Behördlich beschlagnahmte Tiere müssen für die Zeit des Beschlagnahmeverfahrens artgerecht untergebracht werden. Aufgabe und Arbeitsweise des LÖBF-Artenschutzzentrums für behördlich beschlagnahmte Tiere werden in diesem Heft vorgestellt.

Ferner informieren die LÖBF-Mitteilungen über das Monitoring tagaktiver Schmetterlinge in Nordrhein-Westfalen. Mit diesem landesweiten Projekt zur Dauerbeobachtung werden die landes- und regionale Bestandentwicklung dokumentiert und es lassen sich statistisch abgesicherte Artenverschiebungen sowie zum Beispiel Bestandstrends für einzelne Arten auf naturräumlichen Niveau ermitteln.

 

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