D1 - Flächenverbrauch

1) 1) Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche, absolut

(Machbarkeit: 1, DPSIR-Einstufung: D, Einheit: [ha/d])

2) 2 a) Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Landesfläche bis 2015

(Machbarkeit: 1, DPSIR-Einstufung: S, Einheit: [%])

3) 2 b) Anteil der Fläche für Siedlung und Verkehr an der Landesfläche ab 2016

(Machbarkeit: 1, DPSIR-Einstufung: S, Einheit: [%])

Stand: 17.02.2021

Definition und Berechnungsverfahren:

1) Die durchschnittliche zusätzliche Inanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke pro Tag wird errechnet, indem der jährliche Zuwachs an Siedlungs- und Verkehrsflächen durch die Anzahl der Kalendertage des Jahres geteilt wird. Zur Glättung jährlicher Schwankungen wird der Vier-Jahres-Mittelwert für den Indikator angegeben. Er wird berechnet, indem die Indikatorwerte der letzten vier Einzeljahre aufsummiert und durch 4 geteilt werden. Zusätzlich werden auch die Jahres-Einzelwerte informell fortgeführt.

2 a) Zur Berechnung des Anteils der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Landesfläche wird die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Beziehung zur Gesamtfläche eines Landes (ohne Küstengewässer) gesetzt. (Zeitreihe bis 2015)

2 b) Zur Berechnung des Anteils der Fläche für Siedlung und Verkehr an der Landesfläche wird die Fläche für Siedlung und Verkehr in Beziehung zur Gesamtfläche eines Landes (ohne Küstengewässer) gesetzt. (Zeitreihe ab 2016)

Die Flächenerhebung basiert auf einer Auswertung von Daten der Vermessungs- und Katasterverwaltung zum Stichtag 31. Dezember des jeweiligen Berichtsjahres. Die Erhebungsgrundlage für die Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung stellt seit 2016 das Amtliche Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) dar. Mit dieser neuen Erhebungsgrundlage wurde der bundesweit vereinbarte Nutzungskatalog verändert und erweitert. Vor 2016 basierte die Erhebung auf einer Auswertung des Liegenschaftskatasters, zuletzt der Automatisierten Liegenschaftsbücher (ALB) bzw. bei Ländern, die bereits vorher auf ALKIS umgestellt haben, auf Rückmigration in die ALB-Systematik. Im Zuge der notwendigen Methodenänderung wurde die bis zum Berichtsjahr 2015 erfasste "Siedlungs- und Verkehrsfläche" durch die etwas anders abgegrenzte "Fläche für Siedlung und Verkehr" ersetzt.

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) nach ALB (bis 2015) setzt sich zusammen aus folgenden Kategorien:

Die Fläche für Siedlung und Verkehr (FSuV) nach ALKIS (ab 2016) enthält gegenüber der Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) nach ALB noch zusätzlich folgende Nutzungskategorien nach ALB:

Nicht mehr zur FSuV zählt dagegen die Verkehrsbegleitfläche Wasserstraße

Um den Nachhaltigkeitsindikator "Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche" fortführen zu können, wird die Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) seit dem Berichtsjahr 2016 nachrichtlich berechnet. Sie ergibt sich aus der Fläche für Siedlung und Verkehr (FSuV) abzüglich der Flächen für "Bergbaubetrieb" (14000) und für "Tagebau, Grube, Steinbruch" (15000). Der Erhebungsturnus betrug ursprünglich vier Jahre, so dass bis 2001 keine jährlichen Daten vorliegen. Für die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen wurden die Flächenangaben für den 31.12.1992 an die Gebietsänderung zum 30.06.1993 angepasst. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) kann nicht mit der versiegelten Fläche gleichgesetzt werden, da sie einen Anteil von nicht bebauten und nicht versiegelten Frei- und Grünflächen enthält. (s. nachrichtliche Darstellung der Flächenversiegelung in den Bundesländern)

Wichtiger Hinweis: Die zeitliche Entwicklung des Indikators wird in unterschiedlichem Umfang nicht nur durch die Umwidmung von Flächen (z.B. Landwirtschaft oder Wald) für Siedlungs- und Verkehrszwecke beeinflusst, sondern auch durch Neuzuordnungen von Flächen im Rahmen von Überprüfungen des amtlichen Liegenschaftskatasters. Zudem ist die zeitliche und räumliche Vergleichbarkeit durch die Methodenumstellung in der Vermessungsverwaltung, die sich seit 2009 je nach Bundesland in unterschiedlichem Ausmaß auf die Ergebnisse auswirkt, zum Teil erheblich eingeschränkt. Für weitere Informationen siehe:

Die Daten für die Bundesländer werden von der Arbeitsgemeinschaft Umweltökonomische Gesamtrechnung der Länder (UGRdL) bereitgestellt. Aufgrund der zuvor genannten Einschränkungen der Vergleichbarkeit der Daten, werden einzelne Bundesländerwerte nicht dargestellt.

Die Werte für Deutschland basieren auf der Nachhaltigkeitsberichterstattung des Bundes (Tabelle 91111-0001, Stand: 17.02.2021). Sie entsprechen nicht in allen Fällen der Summe der Länder (Daten UGRdL). Der hier ausgewiesene Wert weicht aufgrund einer Bereinigung des Indikatorwerts auf Bundesebene von der Ländersumme ab. Im Zuge der Berechnung des Indikators auf Bundesebene wurden für Nutzungsarten Anpassungen vorgenommen; so wurden beispielsweise größere Neuzuordnungen bei der Ermittlung des Flächenindikators -soweit möglich- herausgerechnet. Der Wert für die Ländersumme basiert auf unveränderten Messergebnissen der Vermessungsämter.

Der Indikator „Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche an der Landesfläche“ wird durch die Methodenumstellung nicht weitergeführt, sondern ab 2016 durch den „Anteil der Fläche für Siedlung und Verkehr an der Landesfläche“ ersetzt. Die Fläche für Siedlung und Verkehr setzt sich aus unterschiedlichen Arten der Flächennutzung zusammen. Der Bereich Siedlung umfasst die bebauten und nicht bebauten Flächen, die durch die Ansiedlung von Menschen geprägt sind oder zur Ansiedlung beitragen. Hierzu zählen u. a. die Wohnbaufläche, die Industrie- und Gewerbefläche, die Sport-, Freizeit- und Erholungsfläche sowie Friedhöfe. Der Bereich Verkehr enthält die bebauten und nicht bebauten Flächen, die dem Verkehr dienen. Zu nennen sind hier z. B. die Kategorien Straßenverkehr und Bahnverkehr.

Bedeutung:

1) Die Zunahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke stellt einen Schlüsselindikator für die Nachhaltigkeit der Raumnutzung dar. Die mit diesem Flächenverbrauch verbundenen Umweltschädigungen sind in der Regel schleichend und treten erst über lange Zeiträume auf. Die Folgewirkungen sind auf den ersten Blick nur schwer zu erkennen und werden zum Teil deutlich unterschätzt. Durch die Umnutzung von Freiflächen in Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke gehen infolge der (Teil-)Versiegelung ökologische Funktionen des Bodens verloren - ebenso wie Lebensräume für Flora und Fauna. Mit dem Ausbau der Infrastruktur ist häufig auch eine Zunahme des Verkehrsaufkommens verbunden. Somit induziert der Flächenverbrauch auch indirekt weitere Umweltbelastungen, die über die in Anspruch genommen Flächen hinausgehen.

Die durchschnittliche tägliche Flächeninanspruchnahme des jeweiligen Jahres wird als Indikator verwendet, da sie eine sehr anschauliche und inzwischen weithin bekannte Größe ist.

2) Mit dem Anteil der Fläche für Siedlung und Verkehr an der Landesfläche werden die Größenunterschiede der Länder berücksichtigt.

Landesspezifika / Stand:

Für die Berechnung der Indikatoren liegen Basisdaten aus der Flächenerhebung nach Art der tatsächlichen Nutzung für folgende Jahre (Stichtag 31.12.) vor: 1993-1996 und 1997-2000 als Mittelwerte und ab 2001 als Jahreswerte. Seit 2016 basiert die Erhebung auf einer Auswertung des Amtlichen Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS). Vor 2016 basierte die Erhebung auf einer Auswertung des Liegenschaftskatasters, zuletzt der Automatisierten Liegenschaftsbücher (ALB) bzw. bei Ländern, die bereits vorher auf ALKIS umgestellt haben, auf Rückmigration in die ALB-Systematik.

 

Datenlage

Zielstellungen

zu 1) Zeitreihe 1993/96-2016/19 (keine Daten von 2013/16 bis 2015/18 infolge Erhebungsumstellung)
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Baden-Württemberg strebt eine bedarfsgerechte Flächenausweisung und effiziente Flächennutzung an. Vor einer Neuausweisung soll vorrangig der Innenbereich, der Flächen innerhalb bestehender Siedlungs- und Verkehrsfläche bezeichnet, entwickelt werden.

zu 1) Zeitreihe 1993/96-2016/19 (keine Daten für 2011/14 und 2013/16 bis 2014/17 infolge Erhebungsumstellungen)
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Landesplanungsgesetz 2020:
zu 1) Richtgröße von 5 Hektar pro Tag bis 2030.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Keine Angaben.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Nachhaltigkeitsstrategie für das Land Brandenburg- Fortschreibung 2019: Verringerung der Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Strategische Ziele des SUBV (2013):
Verminderung des Flächenverbrauchs durch Flächenrecycling, die Nutzung von Brachflächen und Baulücken und einen insgesamt schonenden Umgang mit Grund und Boden. Vorrang für Innenentwicklung.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Umweltprogramm:
Möglichst sparsamer Umgang mit Flächen und Flächenrecycling für neue Nutzung (z. B. Umwandlung alter Gewerbeflächen zu Wohnbauzwecken).

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19 (keine Daten von 2013/16 bis 2016/19 infolge Erhebungsumstellung)
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Nachhaltigkeitsstrategie Hessen - Ziele und Indikatoren. Fortschrittsbericht 2016.:
Zuwachs der Siedlungs- und Verkehrsfläche auf 2,5 ha/d im Jahr 2020 begrenzen; Zwischenziele: 3,1 ha/d ab 2012, 2,8 ha/d ab 2016 und 2,5 ha/d ab 2020.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Reduzierung der Flächeninanspruchnahme.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Keine Angaben.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19 (keine Daten von 2013/16 bis 2016/19 infolge Erhebungsumstellung)
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Nachhaltigkeitsstrategie NRW (2020):
Angemessener Beitrag aus NRW zur Erreichung des Bundesziels einer Senkung der neuen Flächeninanspruchnahme für Siedlung und Verkehr auf unter 30ha/Tag bis 2030.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Nachhaltigkeitsstrategie Rheinland-Pfalz (Fortschreibung 2019):
Den gleitenden Vierjahresdurchschnitt der täglichen Flächenneuinanspruchnahme bis 2030 bei unter einem Hektar begrenzen

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Zu 1) Flächenverbrauch dauerhaft weniger als 0,5 ha/d.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19 (keine Daten von 2011/14 bis 2016/19 infolge Erhebungsumstellungen)
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Deutscher Bundestag - Drucksache 18/4172 (2015):
2 ha/Tag bis 2020.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Koalitionsvertrag 2016 (S. 113):
Unser Ziel ist es, die Flächenversiegelung in Anlehnung an das bundesweite Ziel auf maximal 1,3 ha pro Tag zu begrenzen.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19 (keine Daten für 2002/05 bis 2004/07)
zu 2a) Zeitreihe 2000-2015 (keine Daten von 2001-2003)
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Kein Ziel.

zu 1) Zeitreihe 1993/96 - 2016/19 (keine Daten von 2014/17 bis 2016/19)
zu 2a) Zeitreihe 2000 - 2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019 (keine Daten von 2016-2017)

Die Thüringer Nachhaltigkeitsstrategie - Indikatorenbericht 2016:
Möglichst ausgeglichene Bilanz zwischen Neuinanspruchnahme und Rückwidmung für natürliche und naturnahe Zwecke bis 2020.

zu 1) Zeitreihe 1993/96-2015/18
zu 2a) Zeitreihe 2000-2015
zu 2b) Zeitreihe 2016-2019

Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie Aktualisierung 2018 (Bundesregierung 2018, S. 55):
„Die Inanspruchnahme zusätzlicher Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke soll bis zum Jahr 2030 auf unter 30 Hektar pro Tag begrenzt werden.“

Rechenschaftsbericht 2017 zur Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) (BMU 2017, S. 100):
„Die durchschnittliche tägliche Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke soll bis zum Jahr 2030 auf unter 30 ha [pro Tag] begrenzt werden.“

Klimaschutzplan 2050 (BMU 2016):
„Der Anstieg der Siedlungs- und Verkehrsfläche (Flächenverbrauch) soll im Einklang mit der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie bis 2020 auf 30 Hektar pro Tag reduziert und danach weiter gesenkt werden, so dass spätestens bis zum Jahr 2050 der Übergang zur Flächenkreislaufwirtschaft erreicht ist und, in Übereinstimmung mit dem „Fahrplan für ein ressourceneffizientes Europa“ der EU, „nettonull“ beträgt.“


Die Länder Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt verfügen z.T. auch für die 1990-er Jahre über jährliche Werte und nutzen diese für landesspezifische Übersichten.

Bei der Umstellung der computergestützten Liegenschaftsdokumentation (COLIDO) der ehemaligen DDR auf das in den alten Ländern gebräuchliche Automatisierte Liegenschaftsbuch (ALB) kam es im statistischen Nachweis teilweise zu scheinbaren Nutzungsartenänderungen, denen in der Realität keine tatsächlichen Veränderungen gegenüberstanden. Das betraf vor allem die Betriebsflächen (ohne Abbauland) und die Erholungsflächen. Die Aussagekraft der Daten für die neuen Länder wird dadurch z.T. eingeschränkt; dies gilt allerdings nur für kleinschrittige Vergleiche zwischen einzelnen Jahren im Zeitraum 1992 bis 1998.

Hinweise zur Interpretation

Indikator D1.1) verdeutlicht den Beitrag der Länder zum gesamten Flächenverbrauch Deutschlands. Ein Ländervergleich ist wegen fehlender Normierung nicht zulässig, jedoch kann deren zeitliche Entwicklung vergleichend dargestellt werden.

Indikator D1.2) ist auf die Landesfläche normiert. Bei einer länderübergreifenden Interpretation wird mit Blick auf die Stadtstaaten deutlich, dass hierbei unterschiedliche Siedlungsstrukturen (z. B. Bevölkerungsdichte) zu beachten sind.

Das Amtliche Liegenschaftskataster-Informationssystem (ALKIS) ersetzt seit 2016 das bisher als Datenbasis verwendete Automatisierte Liegenschaftsbuch (ALB). Im Rahmen der ALKIS-Umstellung wurde der gesamte Flächendatenbestand komplett neu erfasst. Während beim ALB die Flurstücke mit teils veralteten Nutzungsartenzuordnungen die Datengrundlage bildeten, basiert ALKIS auf digital ermittelten geometrischen Flächen, bei denen überwiegend Luftaufnahmen genutzt wurden. Bei der ALKIS-Umstellung wurde nicht nur der Datenbestand aktualisiert, sondern auch die Nutzungsartenzuordnung teilweise geändert. Die Migration von ALB nach ALKIS erfolgte in den Bundesländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten und wurde für alle Bundesländer 2016 abgeschlossen. Methodenumstellung, Datenaktualisierung, Nutzungsartenneuzuordnungen sowie länderspezifische Regelungen bei der Migration schränken die zeitliche und räumliche Vergleichbarkeit der Daten teilweise erheblich ein. Die unter Definition und Berechnungsverfahren gemachten Anmerkungen und Verweise auf weitere Informationen sind für die Interpretation der Daten unerlässlich.

"Verwandte" Indikatoren im Set:

Ansprechpartner:

 

Dr. Tanja Helmes
t.helmes@umwelt.saarland.de
Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
Tel.: 0681-501-4355

 

Dr. Ninja Mariette Lehnert
ninja.lehnert@statistik.rlp.de
Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
Mainzer Straße 14 - 16
56130 Bad Ems
Tel.: 02603-71-3430

Datentabelle:

Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Hektar pro Tag (Mittelwerte)

 

1993-1996

1997-2000

2001-2004

2002-2005

2003-2006

2004-2007

2005-2008

2006-2009

Baden-Württemberg

10,2

12,0

10,4

9,6

9,3

9,3

9,2

8,7

Bayern

27,4

28,4

18,0

16,5

17,2

16,9

17,2

17,4

Berlin

-0,7

1,4

0,3

0,3

0,2

0,3

0,3

0,3

Brandenburg

6,9

9,3

8,2

8,6

8,7

8,3

9,5

8,4

Bremen

0,1

0,5

0,2

0,1

0,1

0,2

0,2

0,2

Hamburg

0,4

0,2

0,8

1,0

0,9

0,8

0,5

0,3

Hessen

4,5

4,9

3,9

4,2

3,8

3,9

3,6

3,6

Mecklenburg-Vorpommern

6,0

7,6

8,7

8,6

7,7

7,2

7,8

8,1

Niedersachsen

15,9

16,4

14,4

14,2

14,1

13,5

11,6

10,3

Nordrhein-Westfalen

15,8

16,5

15,2

14,5

14,1

15,4

14,2

13,2

Rheinland-Pfalz

5,0

5,4

5,8

6,5

6,6

6,6

5,4

3,5

Saarland

0,6

0,7

0,7

0,7

0,7

0,8

0,6

0,6

Sachsen

8,8

8,2

5,2

3,9

3,6

5,4

6,4

8,2

Sachsen-Anhalt

9,2

9,9

12,8

16,2

18,1

16,1

10,0

3,9

Schleswig-Holstein

3,3

4,1

8,4

---

9999,0

9999,0

5,4

5,1

Thüringen

6,1

3,6

2,2

2,0

1,4

1,6

1,9

2,2

Deutschland

119,6

129,1

115,1

114,3

113,3

112,8

103,8

93,9

 

 

2007-2010

2008-2011

2009-2012

2010-2013

2011-2014

2012-2015

2013-2016

2014-2017

Baden-Württemberg

8,1

7,1

6,7

6,2

5,9

5,6

9999,0

9999,0

Bayern

17,4

17,9

18,0

18,5

9999,0

12,1

9999,0

9999,0

Berlin

0,4

0,3

0,1

0,0

0,0

-0,1

0,1

0,1

Brandenburg

7,5

6,6

4,6

5,7

5,2

4,9

4,7

2,1

Bremen

0,2

0,2

0,3

0,3

0,2

0,2

0,1

0,1

Hamburg

0,2

0,1

0,2

0,2

0,0

-0,2

-0,5

-0,6

Hessen

3,6

2,9

3,1

2,7

2,7

3,0

9999,0

9999,0

Mecklenburg-Vorpommern

8,0

7,0

5,1

3,8

2,5

3,1

6,8

4,2

Niedersachsen

9,4

10,6

10,3

10,5

11,1

9,7

7,5

6,8

Nordrhein-Westfalen

12,5

11,4

10,3

10,3

9,7

9,5

9999,0

9999,0

Rheinland-Pfalz

2,3

1,4

0,9

1,1

1,1

0,6

0,8

0,4

Saarland

0,7

0,7

0,6

0,5

0,4

0,3

0,9

0,9

Sachsen

8,8

7,5

7,2

5,4

9999,0

9999,0

9999,0

9999,0

Sachsen-Anhalt

0,5

0,2

-0,6

-0,6

0,2

0,5

1,0

1,1

Schleswig-Holstein

4,2

3,6

3,4

3,2

3,2

2,7

2,3

2,5

Thüringen

2,7

3,5

4,2

4,2

5,3

4,7

5,5

9999,0

Deutschland

86,6

80,9

74,4

72,6

69,2

66,1

61,5

57,7

 

Datentabelle (Fortsetzung):

Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Hektar pro Tag (Mittelwerte)

 

2015-2018

2016-2019

Baden-Württemberg

9999,0

5,2

Bayern

11,1

10,6

Berlin

0,2

0,2

Brandenburg

1,7

1,4

Bremen

0,1

0,1

Hamburg

-0,4

-0,2

Hessen

9999,0

9999,0

Mecklenburg-Vorpommern

3,9

2,5

Niedersachsen

6,0

5,1

Nordrhein-Westfalen

9999,0

9999,0

Rheinland-Pfalz

0,6

1,4

Saarland

0,8

0,9

Sachsen

9999,0

9999,0

Sachsen-Anhalt

0,7

1,0

Schleswig-Holstein

2,6

2,3

Thüringen

9999,0

9999,0

Deutschland

56,4

9999,0

 

Datentabelle:

Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) an der Landesfläche bis 2015

 

2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

Baden-Württemberg

13,20

13,32

13,43

13,53

13,62

13,71

13,81

13,91

Bayern

10,41

10,52

10,61

10,70

10,78

10,86

10,97

11,05

Berlin

68,97

69,16

69,35

69,37

69,44

69,59

69,65

69,84

Brandenburg

8,20

8,31

8,41

8,52

8,60

8,74

8,84

8,93

Bremen

55,85

56,07

56,19

56,30

56,47

56,57

56,65

57,02

Hamburg

57,03

57,09

57,59

57,96

58,55

59,02

59,38

59,45

Hessen

14,87

14,91

15,00

15,07

15,14

15,20

15,26

15,33

Mecklenburg-Vorpommern

6,69

6,81

6,98

7,12

7,24

7,35

7,46

7,57

Niedersachsen

12,65

12,76

12,85

12,95

13,09

13,20

13,28

13,36

Nordrhein-Westfalen

20,97

21,15

21,32

21,41

21,62

21,76

21,92

22,07

Rheinland-Pfalz

13,38

13,48

13,57

13,65

13,80

13,95

14,05

14,14

Saarland

19,70

19,81

19,88

19,93

20,11

20,19

20,27

20,36

Sachsen

11,26

11,42

11,53

11,61

11,67

11,72

11,81

12,04

Sachsen-Anhalt

9,36

9,56

9,64

9,80

10,28

10,72

10,93

10,95

Schleswig-Holstein

11,17

---

---

---

11,95

12,03

12,18

12,35

Thüringen

8,77

8,82

8,91

8,94

8,96

9,00

9,04

9,08

Deutschland

12,31

12,43

12,54

12,64

12,78

12,90

13,00

13,10

 

 

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

Baden-Württemberg

14,00

14,07

14,14

14,20

14,27

14,32

14,38

14,43

Bayern

11,14

11,22

11,33

11,65

11,72

11,78

11,84

11,91

Berlin

69,90

70,17

70,29

70,36

70,12

70,23

70,23

70,24

Brandenburg

9,07

9,15

9,21

9,25

9,30

9,38

9,42

9,44

Bremen

57,23

57,24

55,40

55,55

56,12

56,11

56,21

56,18

Hamburg

59,49

59,58

59,70

59,72

59,83

60,05

59,76

59,33

Hessen

15,39

15,45

15,51

15,54

15,60

15,64

15,70

15,74

Mecklenburg-Vorpommern

7,73

7,85

7,97

8,01

8,05

8,08

8,18

8,19

Niedersachsen

13,45

13,51

13,58

13,69

13,77

13,84

13,91

13,99

Nordrhein-Westfalen

22,23

22,33

22,45

22,55

22,65

22,75

22,85

22,95

Rheinland-Pfalz

14,20

14,21

14,22

14,24

14,27

14,29

14,30

14,28

Saarland

20,43

20,54

20,68

20,75

20,80

20,84

20,91

20,92

Sachsen

12,17

12,37

12,51

12,63

12,74

12,80

13,27

13,18

Sachsen-Anhalt

10,99

11,00

10,97

10,96

10,95

10,95

10,98

10,99

Schleswig-Holstein

12,42

12,50

12,57

12,68

12,73

12,79

12,86

12,92

Thüringen

9,14

9,20

9,28

9,40

9,52

9,58

9,75

9,80

Deutschland

13,20

13,28

13,36

13,48

13,54

13,60

13,69

13,73

 

Datentabelle:

Anteil der Fläche für Siedlung und Verkehr (FSuV) an der Landesfläche ab 2016

 

2016

2017

2018

2019

Baden-Württemberg

14,67

14,75

14,80

14,85

Bayern

12,18

12,24

12,29

12,34

Berlin

70,39

70,50

70,55

70,57

Brandenburg

10,56

10,57

10,50

10,58

Bremen

56,44

56,51

56,42

56,43

Hamburg

58,95

59,00

58,96

58,93

Hessen

16,03

16,09

16,14

16,19

Mecklenburg-Vorpommern

8,69

8,56

8,56

8,55

Niedersachsen

14,47

14,50

14,53

14,57

Nordrhein-Westfalen

23,45

23,52

23,58

23,67

Rheinland-Pfalz

14,56

14,55

14,58

14,61

Saarland

21,56

21,58

21,60

21,63

Sachsen

14,39

14,44

14,59

14,68

Sachsen-Anhalt

11,55

11,55

11,52

11,54

Schleswig-Holstein

13,23

13,31

13,38

13,42

Thüringen

9999,00

---

11,96

12,00

Deutschland

14,21

14,27

14,35

14,40

 

Datentabelle:

Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Hektar pro Tag (Jahreswerte)

 

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

Baden-Württemberg

11,8

10,6

10,3

8,7

8,8

9,4

10,3

8,2

Bayern

21,6

18,0

17,2

15,2

15,8

20,6

16,1

16,4

Berlin

0,5

0,4

0,1

0,2

0,4

0,1

0,5

0,1

Brandenburg

9,3

8,0

8,3

7,0

11,2

8,4

6,8

11,5

Bremen

0,3

0,1

0,1

0,2

0,1

0,1

0,4

0,2

Hamburg

0,1

1,0

0,8

1,2

1,0

0,8

0,1

0,1

Hessen

2,7

4,8

4,1

4,2

3,7

3,3

4,2

3,2

Mecklenburg-Vorpommern

7,3

10,9

8,8

7,9

6,7

7,3

6,7

10,7

Niedersachsen

14,9

11,8

12,6

18,3

14,0

11,5

10,0

11,0

Nordrhein-Westfalen

16,3

16,0

8,9

19,7

13,3

14,4

14,1

15,0

Rheinland-Pfalz

5,4

5,0

4,4

8,3

8,1

5,4

4,7

3,2

Saarland

0,8

0,5

0,4

1,3

0,6

0,5

0,6

0,5

Sachsen

8,1

5,8

4,0

2,8

3,0

4,5

11,2

6,9

Sachsen-Anhalt

11,2

4,4

8,8

26,7

25,0

11,7

0,8

2,5

Schleswig-Holstein

---

---

---

---

4,5

6,5

7,4

3,1

Thüringen

2,4

3,8

1,5

1,0

1,6

1,6

2,0

2,5

Deutschland

121,1

109,3

98,9

131,2

117,5

105,8

96,7

95,1

 

 

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

Baden-Württemberg

7,0

6,7

6,3

6,7

5,3

5,2

5,2

3,5

Bayern

16,4

20,8

18,0

12,0

12,6

10,8

12,8

9,8

Berlin

0,6

0,3

0,2

-0,6

0,3

0,0

0,0

0,2

Brandenburg

6,7

4,8

3,2

3,6

11,2

2,9

1,9

2,9

Bremen

0,0

0,2

0,2

0,6

0,0

0,1

0,0

0,3

Hamburg

0,2

0,2

0,0

0,2

0,4

-0,6

-0,9

-0,9

Hessen

3,6

3,6

1,4

3,7

2,2

3,6

2,5

---

Mecklenburg-Vorpommern

7,7

7,1

2,7

3,1

2,1

2,0

5,1

17,7

Niedersachsen

8,6

8,0

14,8

9,8

9,2

10,3

9,5

0,8

Nordrhein-Westfalen

9,2

11,5

10,0

10,4

9,3

9,0

9,3

---

Rheinland-Pfalz

0,6

0,5

1,0

1,5

1,4

0,6

-1,0

2,2

Saarland

0,8

1,0

0,5

0,3

0,3

0,4

0,1

3,0

Sachsen

10,1

6,9

6,0

5,7

2,9

---

---

3,1

Sachsen-Anhalt

0,4

-1,6

-0,6

-0,4

0,2

1,8

0,5

1,7

Schleswig-Holstein

3,3

3,0

4,8

2,3

2,7

2,9

2,8

0,9

Thüringen

2,7

3,7

5,1

5,4

2,6

8,3

2,5

8,7

Deutschland

78,1

76,7

73,6

69,4

70,6

63,3

61,0

51,3

 

Datentabelle (Fortsetzung):

Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Hektar pro Tag (Jahreswerte)

 

2017

2018

2019

Baden-Württemberg

7,9

4,5

4,8

Bayern

11,7

10,0

10,8

Berlin

0,3

0,1

0,1

Brandenburg

0,6

1,6

0,5

Bremen

0,1

-0,1

0,0

Hamburg

0,1

-0,1

-0,1

Hessen

3,7

2,8

2,5

Mecklenburg-Vorpommern

-7,9

0,5

-0,5

Niedersachsen

6,5

7,1

5,8

Nordrhein-Westfalen

6,3

5,2

8,1

Rheinland-Pfalz

-0,4

1,5

2,4

Saarland

0,2

0,2

0,2

Sachsen

5,0

4,5

5,1

Sachsen-Anhalt

0,6

-0,1

1,7

Schleswig-Holstein

3,4

3,2

1,8

Thüringen

---

---

1,9

Deutschland

55,2

58,0

---

 



Abb.: Zunahme der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Hektar pro Tag (Mittelwerte)


Abb.: Anteil der Siedlungs- und Verkehrsfläche (SuV) an der Landesfläche bis 2015


Abb.: Anteil der Fläche für Siedlung und Verkehr (FSuV) an der Landesfläche ab 2016