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Proben und Prüfungen

Saatgutproben

Das LANUV fährt regelmäßig die in NRW tätigen Betriebe an und entnimmt  Proben aus den angebotenen Getreide-, Gemüse-, Futter-, Öl-, Faser-, Gräsersaatgut- und Pflanzkartoffelpartien. Diese werden auf  ihre Keimfähigkeit, den Besatz mit fremden Arten und bei Mischungen auf die Zusammensetzung der Mischungsanteile hinüberprüft. Beanstandungsquoten von bis zu 10 % in den letzten Jahren bestätigen die Notwendigkeit dieser staatlichen Kontrollmaßnahmen.

Qualitätsprüfung

Beizung

Bei der Qualitätsüberprüfung wird auch ein hohes Augenmerk auf die Beizung gelegt. Der Grad der Beizung entscheidet über die Effektivität der Beizung. Beizgrade zwischen 80 und 130 % werden nicht beanstandet, alles was jedoch darüber oder darunter liegt, beeinträchtigt insbesondere bei "Unterbeizung" die Wirkung der Beizung. Diese Fälle werden wegen irreführender Kennzeichnung geahndet, weil hier die Kennzeichnung "gebeizt mit ..." einen Schutz suggeriert, den das Saatgut nicht hat.

Die Beizgraduntersuchungen des LANUV (früher: LEJ) bei Getreide innerhalb der letzten Jahre haben bewirkt, dass die Qualität der Beizung wieder angestiegen ist: bis 2005 bis zu 50 % der Proben mit Beanstandung - ab 2006 weniger als 10 % der Proben mit Beanstandung.

Verunreinigungen mit gentechnisch verändertem Material

Eine zunehmende Bedeutung hat die Überprüfung des Saatgutes auf Verunreinigungen mit gentechnisch verändertem Material (GVO). Dabei ist zu unterscheiden zwischen zugelassenen und nicht zugelassenen Genkonstrukten. Die Verunreinigung mit einem zugelassenen GVO ist wegen fehlender Kennzeichnung dieses GVO zu ahnden. Nicht zugelassene GVO werden sofort aus dem Verkehr gezogen und bereits ausgesäte Bestände vernichtet.

Die Überwachung nach dem Gentechnikgesetz erfolgt durch die Bezirksregierungen unter Beteiligung des LANUV. Das LANUV zieht die Saatgutproben (z. Zt. Mais und Raps) und ermittelt die Handelsströme von Saatgut, sofern es mit GVO verunreinigt ist.