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Verfütterungsverbot bestimmter tierischer Proteine

Vorschriften

Durch die Verordnung (EG) Nr. 999/2001 werden Maßnahmen getroffen, um die Übertragung von transmissiblen spongiformen Enzephalopathien (TSE) auf Menschen oder Tiere u.a. durch das Verbot der Verfütterung bestimmter Arten von tierischem Eiweiß an einzelne Tierkategorien zu verhindern

  • Artikel 7 Absatz 1 dieser Verordnung sieht vor, dass die Verfütterung tierischer Proteine an Wiederkäuer verboten ist.
  • Artikel 7 Absatz 2 weitet dieses Verbot aus auf
    • Di-/Tri Calciumphoshat tierischen Ursprungs für Wiederkäuer
    • verarbeitete tierische Proteine und weitere Produkte tierischen Ursprungs (z.B. Blutprodukte, Wiederkäuer-Kollagen und –Gelatine) für andere Nutztiere als Wiederkäuer (ausgenommen Pelztiere)
    • Mischfutter, die Produkte tierischen Ursprungs enthalten (Anhang IV Kapitel I).

Ausnahmen

Durch Änderungen der VO (EG) Nr. 999/2001 in den letzten Jahren wurde eine Lockerung der Verfütterungsverbote geschaffen. Somit ist es unter Einhaltung bestimmter Bedingungen möglich, Di-/Tricalciumphosphat tierischen Ursprungs sowie bestimmte verarbeitete tierische Proteine wie Fischmehl oder Nichtwiederkäuer-Blutprodukte bzw. mit diesen tierischen Produkten hergestellte Mischfuttermittel für die Fütterung von Schweinen und Geflügel zu verwenden.
Gemäß Artikel 7 Absatz 3 in Verbindung mit Anhang IV Kapitel II der VO (EG) Nr. 999/2001 gibt es Ausnahmen zu den vorgenannten Verboten.

Mit der Verordnung (EU) Nr. 56/2013 wurde zuletzt das in Anhang VI Kapitel I der VO (EG) Nr. 999/2001 festgelegte Verbot der Verfütterung von verarbeiteten Nichtwiederkäuer-Proteinen an Tiere in Aquakultur aufgehoben (s. Anhang IV Kapitel II Buchstabe c).

Damit das Risiko der Kreuzkontamination mit Wiederkäuer-Protein vermieden wird, gelten strenge Vorschriften für die Herkunft, den Transport, die Herstellung und Verarbeitung dieser Produkte.

Außerdem müssen die verarbeiteten Nichtwiederkäuer-Proteine sowie solche Proteine enthaltende Mischfuttermittel regelmäßig beprobt und auf Kreuzkontamination mit Wiederkäuer-Proteinen untersucht werden.

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