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Tierseuchenrechtliche Einfuhr für Nordrhein-Westfalen

Das LANUV ist zuständig für die Erteilung von Einfuhrgenehmigungen für lebende Tiere und nicht infektiöse tierische Nebenprodukte, die aus Drittländern (nicht EU-Länder) die Europäische Gemeinschaft zuerst in der Bundesrepublik Deutschland in Nordrhein Westfalen betreten.

Infektiöses Material

Sofern Sie infektiöses Material einführen möchten, wenden Sie sich bitte an Verbraucherschutz-nrw(at)mkulnv.nrw.de.

Haustiere

Für das Reisen mit Haustieren beachten Sie bitte die Hinweise des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Regelungen zur Einreise mit Heimtieren in die Europäische Union (EU).

Materialien tierischen Ursprungs

Eine Genehmigung nach Binnenmarkt- Tierseuchenschutzverordnung oder VO (EG) Nr. 142/2011 ist notwendig, wenn Sie Materialien tierischen Ursprungs einführen möchten. Lebens- und Futtermittel (Handelsmuster), die nur zu Testzwecken dienen, fallen somit auch darunter.

Einfuhrgenehmigungen für Proben zu Forschungs- und Diagnosezwecke werden auf Grundlage der VO (EG) Nr. 142/2011 erteilt.

Genehmigungen für die Einfuhr von Proben zu Diagnose- und Forschungszwecken gemäß Artikel 27, Nummer 1, Buchstabe a sind für folgendes Material nicht erforderlich:

  1. DNA, RNA aus tierischem Gewebe oder Zellen
  2. Zellkulturen tierischer Zellen, die mehr als eine Generation (mehr als eine Passage) von dem Ursprungsgewebe entfernt sind
    Werden die Zellkulturen in Medien versendet, die fötales Kälberserum enthalten, besteht ein Genehmigungsvorbehalt aufgrund des fötalen Kälberserums.
  3. Proteine, Antikörper (monoklonal und polyklonal) und Peptide in hochaufgereinigter Form
    Es muss eine Bestätigung des Versenders vorgelegt werden, die bescheinigt, dass das Material von Plasma oder Serum getrennt wurde und in einer Weise aufgereinigt wurde, die Tierseuchen- und Krankheitserreger entweder abtötet oder effektiv abtrennt.
  4. In-Vitro-Diagnostika, Laborreagenzien, die ursprünglich endkonfektioniert waren, aber nicht mehr in ihrer Originalverpackung sind und/oder teilweise portioniert wurden
    Es muss eine Bestätigung des Versenders vorgelegt werden, die bestätigt, dass es sich ursprünglich um ein endkonfektioniertes In-Vitro-Diagnostikum oder Laborreagenz gehandelt hat. Das Produkt muss namentlich benannt werden und eine Produktinformation vorgelegt werden.

Alle vier Materialien müssen von einer Bescheinigung begleitet sein, die folgende Angaben enthält:

  • Beschreibung des Materials und der Herkunftstierart
  • Menge des Materials
  • Herkunfts- und Versandort des Materials
  • Name und Anschrift des Absenders
  • Name und Anschrift des Empfängers

Fruchtfliegen

Für Fruchtfliegen, die aus Drittländern eingeführt werden, muss keine Veterinärkontrolle bei der Grenzkontrollabfertigung erfolgen.

Fixiertes Material

Für Material das mit folgenden Methoden fixiert worden ist

1.       96 %iger Alkohol / Ethanol,

2.       10 %iges Formaldehyd,

3.       4 % iges Paraformaldehyd,

4.       1 % iges Glutaraldehyd,

5.       Einer Kombination aus 2 % igem Paraformaldehyd und 0,1 % Glutaraldeyhd oder

6.       „AVL-Puffer“ der Firma Quiagen

ist keine Einfuhrgenehmigung erforderlich.

Weiterhin ist keine Einfuhrgenehmigung erforderlich für Gewebe, die in Paraffin eingebettet sind oder hitzefixierte und gefärbte Präparate zu mikroskopische Untersuchung.

 

 

Grenzkontrollstelle

Die Grenzkontrollstelle für genehmigungspflichtige Waren im Zuständigkeitsbereich des LANUV befindet sich am Flughafen Köln/Bonn.

Tel.: 02203/ 403477
Fax: 02203/403485
gks.vetleb(at)stadt-koeln.de

Gebühren

Die Einfuhrgenehmigung ist gebührenpflichtig. Die Gebühren betragen gemäß Verwaltungsgebührenordnung des Landes NRW zwischen 125 und 500 Euro.

Antrag

Bitte füllen Sie den Antrag auf Erteilung einer Einfuhrgenehmigung nach Binnenmarkt- Tierseuchenschutzverordnung oder VO (EG) Nr. 142/2011 vollständig aus und senden ihn unterschrieben per Fax oder Email an Einfuhr NRW.