Kuhpocken

Im Jahr 2008 und Anfang 2009 traten im Rheinland vermehrt Infektionen mit Kuhpocken bei Menschen auf. Sie sind auf den Kontakt mit Ratten, die als Haustiere gehalten werden zurückzuführen. Das Kuhpockenvirus aus der Gattung der Orthopoxviren ist nur eine der von Ratten übertragbaren Krankheiten. Die Krankheitsfälle traten hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen und dort in den Regierungsbezirken Düsseldorf, Köln und Münster auf; auch aus Rheinland-Pfalz und Bayern wurden Fälle gemeldet.

Beim Auftreten von Kuhpocken besteht nach Tierseuchenrecht eine Meldepflicht. Das LANUV hat die Veterinärämter in NRW auf dieser Grundlage gebeten tätig zu werden.

Kuhpocken sind eine relativ harmlose durch einen Virus hervorgerufene Hautinfektion, die durch direkten Kontakt vom Tier auf den Menschen übertragen wird. Eine Pockenimpfung hilft auch gegen die Infektion mit allen anderen Orthopox-Viren. Meist heilt die Krankheit von selbst, jedoch kann sie, bei besonders anfälligen Menschen mit Immundefekten, auch tödlich verlaufen. Dies teilte das Robert-Koch-Institut mit.

Weitere Informationen zum Kuhpockenvirus sind dem Merkblatt des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen zu entnehmen. Hier erhalten Sie Informationen zum Infektionsverlauf und zum Schutz vor der Erkrankung.