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Tierkörperbeseitigung

Eine wichtige Vorbeugemaßnahme gegen den Ausbruch von Tierseuchen ist die Beseitigung von verendeten Tieren, Schlachtabfällen und allen Stoffen, die eine Infektion weitertragen können. Das Tierkörperbeseitigungsgesetz schreibt deshalb vor, dass Tierkörper, Tierkörperteile und Erzeugnisse so zu beseitigen sind, dass die Gesundheit von Mensch und Tier, die Verunreinigung von Gewässern, Boden und Futtermitteln sowie schädliche Einwirkungen auf die Umwelt nicht entstehen und die öffentliche Sicherheit und Ordnung nicht gefährdet oder gestört wird.

Um dies sicherzustellen, werden diese gefährlichen Stoffe in Tierkörperbeseitigungsanstalten gesammelt. Alle anfallenden Stoffe werden dort zerkleinert und bei 3 Bar für 20 Minuten auf 130 °C erhitzt. Für das Einsammeln dieser Stoffe wird jeder Tierkörperbeseitigungsanstalt ein bestimmtes Gebiet (Einzugsgebiet) zugeordnet; die Einzugsbereiche werden in Einzugsbereichsverordnungen für mehrere Jahre festgelegt.

Das in Tierkörperbeseitigungsanstalten hergestellte Tiermehl wurde bis November 2000 als Futtermittel für Schweine und Geflügel verwendet. Mit dem Auftreten des ersten BSE-Falles in der Bundesrepublik wurde diese Verfütterung verboten, weil der Verdacht besteht, dass die BSE-Erkrankung über die Tiermehle weiterverbreitet worden ist.

Tiermehl wird jetzt in Kraftwerken, Zementwerken u. ä. Industriebetrieben mit großem Energiebedarf gemeinsam mit anderen Brennstoffen (z. B. Braunkohlenstaub) verbrannt.

Tierkörperbeseitigungsanstalten

Für die Entsorgung von Tierkörpern und Schlachtabfällen in Nordrhein-Westfalen bedienen sich die Kreisordnungsbehörden der 3 Tierkörperbeseitigungsunternehmen SecAnim GmbH mit Standort in Lünen, SNP Icker GmbH & Co. KG mit Standort in Niedersachsen, sowie dem Unternehmen Schaap/Denzin GmbH mit Standorten in Heek und Viersen.