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Umweltindikatoren NRW

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Klima, Energie, Effizienz

Der Klimawandel ist weltweit zu einer zentralen gesellschaftlichen und politischen Herausforderung geworden: Wüsten breiten sich aus, Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, Wetterextreme häufen sich. Auch in unseren gemäßigten Breiten lassen sich schon heute erste Folgen des Klimawandels wie vermehrt auftretende Hitzewellen, Hochwasser, orkanartige Stürme oder Starkregenereignisse beobachten.

Im Vergleich zu früheren erdgeschichtlichen Klimaveränderungen schreitet der Klimawandel aktuell sehr schnell voran. Hauptverantwortlich hierfür ist der Ausstoß von Treibhausgasen durch menschliche Aktivitäten, was als anthropogener Treibhauseffekt bezeichnet wird. Dieser verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und führt zu einer erhöhten Erwärmung der Erdatmosphäre. Die Folgen dieser Erwärmung auf das komplexe Klimasystem sind weitreichend, so dass neben der Temperatur auch die Wind- und Niederschlagsverhältnisse und sogar die Meeresströmungen beeinflusst werden.

Die Ursachen für den erhöhten Ausstoß von Treibhausgasen sind vielfältig. Am bekanntesten ist der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) durch die Verbrennung fossiler Energieträger. Dies ist jedoch bei weitem nicht die einzige Ursache: Auch durch die Rodung von Wäldern, die Entwässerung und Zerstörung intakter Moore oder die Umwandlung von Grünland in Ackerflächen werden Treibhausgase frei gesetzt. Im intakten Zustand sind diese Ökosysteme in der Lage, große Mengen an Treibhausgasen zu speichern, die jedoch bei ihrer Zerstörung wieder an die Atmosphäre abgegeben werden. Ein weiterer Verursacher ist die Tierhaltung, durch die große Mengen des Treibhausgases Methan freigesetzt werden. Methan ist 25-mal klimawirksamer als CO2 und hat aus diesem Grund einen großen Einfluss auf den Klimawandel. Auch andere landwirtschaftliche Aktivitäten, wie beispielsweise die Verwendung von Düngemitteln und der Anbau von Reis, setzen Treibhausgase frei.

Ein wichtiger Schritt zur Eindämmung des anthropogenen Treibhauseffektes ist der effiziente Einsatz von Rohstoffen und Energie. Hierbei steht zum einen der Ausbau von Technologien und Bauweisen, mit deren Hilfe die zur Verfügung stehende Energie besser ausgenutzt werden kann, im Fokus. Zum anderen ist es wichtig, den Rohstoff- und Energieeinsatz von der wirtschaftlichen Entwicklung zu entkoppeln.

Verantwortlicher Klimaschutzpolitik kommt heute eine wichtige Rolle zu. Zentraler Bestandteil dieser Politik muss eine Reduktion des Ausstoßes klimawirksamer Treibhausgase sein. Ein stärkerer Einsatz erneuerbarer Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und der sparsame Umgang mit Energie sind hierzu wichtige Schlüssel. Ziel muss es sein, mit den begrenzten Energie- und Rohstoffressourcen möglichst sparsam umzugehen. In Anbetracht der bereits heute sichtbaren Folgen des Klimawandels sind begleitend jedoch auch Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel notwendig.

Die Landesregierung hat die Herausforderung des Klimawandels erkannt und setzt auf eine zukunftsweisende Klimaschutz- und Anpassungspolitik. Im Januar 2013 verabschiedete Nordrhein-Westfalen als erstes Bundesland ein Klimaschutzgesetz, das konkrete Ziele zur Treibhausgasreduktion festlegt und zugleich die Klimafolgenanpassung rechtlich verankert.

Die Obergruppe Klima, Energie, Effizienz wird durch die folgenden Indikatoren repräsentiert:

 © LANUV NRW 2017

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