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Umweltindikatoren NRW

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 16 - Energieproduktivität

Einheit: Index [1991 eq. 100]
Stand: 26.10.2017

Hintergrund / Bedeutung

Die Energieproduktivität ist ein Maß für die effiziente Verwendung von Energie. Gebildet durch den Quotienten aus Bruttoinlandsprodukt und Primärenergieverbrauch zeigt sie an, wie viel Primärenergie für das letztendlich erwirtschaftete Bruttoinlandsprodukt eingesetzt wurde. Ziel einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung ist die Entkopplung des Energieverbrauchs von der wirtschaftlichen Entwicklung. Ein sinkender Energieverbrauch bei steigendem Bruttoinlandsprodukt wird also als Steigerung der Energieproduktivität verstanden.

Ziele

In der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie und im Energiekonzept der Bundesregierung ist das Ziel verankert, die Energieproduktivität bis 2020 gegenüber 1990 zu verdoppeln.

Auch in NRW sollen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen die Ressourcen- und Energieeffizienz gesteigert und Energie eingespart werden (Klimaschutzgesetz NRW).

Nach Berechnungen im Rahmen des Klimaschutzplans erscheint es möglich, die Endenergieproduktivität langfristig bis 2050 auf 1,5 bis 1,8 % pro Jahr zu steigern.

Definition

Die Energieproduktivität erfasst, wie viel Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer Einheit Primärenergieverbrauch (PEV) „produziert“ wird. Sie wird ausgedrückt als das Verhältnis BIP/PEV. Eine steigende Energieproduktivität ist damit gleichbedeutend mit einem effizienteren Einsatz von Energie.

Grafische Darstellung


Abb.:
Energieproduktivität

2014 lag der Indexwert für die Energieproduktivität in NRW bei 118,1. Aus dem Ergebnis der Trendanalyse ist ersichtlich, dass sich die Energieproduktivität im Zeitraum von 2005 bis 2014 kaum geändert hat. Der in der Graphik erkennbare leichte Anstieg der Energieproduktivität ist statistisch noch nicht sicher belegbar.

Auf Bundesebene wurde zwischen 1990 und 2015 eine Steigerung der Energieproduktivität um mehr als 50 % erreicht (Quelle:Umweltbundesamt). In NRW ist die Energieproduktivität im gleichen Zeitraum nur um ca. 18 % gestiegen. Dieses Ergebnis begründet sich in der landesspezifischen Wirtschaftsstruktur mit energieintensiven Industrien. Mit einer Steigerung der Energieproduktivität um ca. 18 % ist ein erster Schritt in die richtige Richtung erfolgt, NRW bleibt hierbei jedoch aktuell hinter dem Bundesdurchschnitt zurück.

Datenquellen, Berechnung und Einheit

Das Bruttoinlandsprodukt wird für die Länder nach dem Europäischen System Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen vom Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder (AK VGR d L)“ ermittelt. Der Primärenergieverbrauch wird auf der Basis der Energiebilanz in NRW im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW jährlich vom Landesbetrieb Informatik und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) berechnet.

Um die beiden Größen vergleichbar zu machen und ihre Entwicklung im Zeitablauf darzustellen, wurden sie als Indexgröße bezogen auf das Jahr 1991 (=100) gesetzt.

Weiterführende Informationen

Länderinitiative Kernindikatoren: Werte anderer Bundesländer

 © LANUV NRW 2017

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