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Umweltindikatoren NRW

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 46 - Ökologische Landwirtschaft

Einheit: Anteil in [%]
Stand: 12.03.2019

Hintergrund / Bedeutung

Da etwa die Hälfte der Landesfläche in Nordrhein-Westfalen landwirtschaftlich genutzt wird, hat die Art der Landnutzung einen großen Einfluss auf Natur und Landschaft. Ein Beispiel für natur- und umweltverträgliche Anbaumethoden liefert der ökologische Landbau. Dieser verzichtet konsequent auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel und leicht lösliche Stickstoffdünger und legt besonderen Wert darauf, den Boden durch abwechslungsreiche Fruchtfolgen zu schonen. Er dient somit der Erhaltung und Steigerung der natürlichen Bodenfruchtbarkeit als Grundlage einer dauerhaften Ertragsfähigkeit. Gentechnisch veränderte Organismen dürfen zur Erzeugung von Ökoprodukten nicht eingesetzt werden. Die ökologische Wirtschaftsweise führt zu weniger Rückständen in Lebensmitteln, schont die Gewässer und trägt zur Vielfalt der Arten- und Lebensgemeinschaften bei.

Ziele

Ziel ist es, die ökologisch bewirtschaftete Fläche ambitioniert auszuweiten, da der konsequente Verzicht auf bestimmte Betriebsmittel die Umwelt schont und einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leistet.

Auf Bundesebene wird ein Flächenanteil der ökologischen Landwirtschaft von 20 % angestrebt (Indikatorenbericht zur biologischen Vielfalt).

Definition

Der Indikator gibt den Anteil der in NRW ökologisch bewirtschafteten Flächen (gemäß Verordnung (EG) Nr. 834/2007), bezogen auf die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) an. Bei Betrieben, die nur einen Teil ihrer Fläche ökologisch bewirtschaften, wird nur diese Teilfläche berücksichtigt.

Grafische Darstellung


Abb.:
Ökologische Landwirtschaft

2017 lag der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche bei 5,7 % der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche Nordrhein-Westfalens. Der Anteil ist seit 1995 beständig angestiegen. Nach einem Stillstand in den Jahren 2011-2015, konnte ab 2016 wieder ein deutlicher Anstieg bei der Umstellungsbereitschaft verzeichnet werden. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Der Strukturwandel in der Landwirtschaft insgesamt, die hohen Pachtpreise, die geringere Umstellungsbereitschaft in den Jahren 2011-2015 wegen hoher konventioneller Erzeugerpreise und ab 2016/2017 ein Peak der Umstellungsbereitschaft bedingt u.a. durch den niedrigen konventionellen Milchpreis, usw.

Auch wenn der Anteil der ökologischen Landwirtschaft insgesamt ansteigt, so ist er doch noch weit entfernt von dem im Bundesdurchschnitt angestrebten Wert von 20 % der landwirtschaftlichen Flächen.

Datenquellen, Berechnung und Einheit

Die Daten werden in NRW jährlich auf Basis der Verordnung (EG) Nr. 834/2007 erhoben.

Weiterführende Informationen

Länderinitiative Kernindikatoren: Werte anderer Bundesländer
Landesregierung NRW: Informationen zum ökologischen Landbau

 © LANUV NRW 2017

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