© lanuv/C. Brinkmann
Sie sind hier: Startseite LANUV » Umwelt » Wasser » Wasserversorgung/
Trinkwasser
» Trinkwasserressourcen - Herkunft des Trinkwassers

Trinkwasserressourcen - Herkunft des Trinkwassers

In Nordrhein-Westfalen werden etwa 1,12  Mrd. m3 Wasser pro Jahr für die Gewinnung von Trinkwasser genutzt. Als Rohwasser für die Trinkwasserversorgung werden  folgende Wasserarten verwendet:

 

WasserartMio. m³/Jahr%-Anteil
Grundwasser490,944
Quellwasser24,82
Uferfiltrat163,014
angereichertes Grundwasser253,623
Oberflächenwasser191,517
Gesamtentnahme1123,8100

Bei Entnahme aus gemischten Vorkommen wurden die Teilmengen anteilig berechnet.

Quelle: LANUV-Daten aus der WasEG-Erhebung 2013

 

Grundwasser und Quellwasser

Rd. 46 % des Trinkwassers werden in NRW aus Grund- und Quellwasser gewonnen.  

Reine Grundwasserwerke finden sich insbesondere in der Niederrheinischen Bucht und im Münsterland.

Quellwasser  (natürlich zutage tretendes Grundwasser) wird in Nordrhein-Westfalen überwiegend in den Festgesteinsgebieten im Weserbergland, im Sieger- und Sauerland und in der Eifel für die Trinkwassergewinnung genutzt.

Oberflächenwasser

In NRW werden rd. 17 % des Trinkwassers aus Oberflächenwasser (Talsperren) bereitgestellt.

Insgesamt 26 Talsperren und Vorsperren des Landes werden für die unmittelbare Trinkwasserversorgung genutzt. Diese besonders geschützten Trinkwassertalsperren befinden sich überwiegend in den Festgesteinsregionen der Eifel und des Bergischen Landes.

Durch Oberflächenwasser beeinflusstes Grundwasser

Ein großer Teil des Trinkwasserbedarfs wird in NRW aus Fließgewässern durch natürliche Uferfiltration (rd. 14 %) oder künstliche Grundwasseranreicherung (rd. 23%) gedeckt.

Uferfiltrat wird vielfach von Wassergewinnungsanlagen am Rhein gewonnen. Dabei fördern in Flussnähe gebaute Brunnen Mischwasser aus zusickerndem Flusswasser und landseitigem Grundwasser (ca. 20 bis 50%).

Das Verfahren der Grundwasseranreicherung wird insbesondere entlang der Ruhr angewendet. Dabei wird Oberflächenwasser über Versickerungsbecken infiltriert und nach einer Sedimentation oder Langsamsandfiltration und Untergrundpassage durch Sammelbrunnen wieder entnommen. Das gewonnene Rohwasser durchläuft  eine mehrstufige zusätzliche  Aufbereitung vor bzw. nach der Bodenpassage.

In beiden Fällen - Uferfiltration und Grundwasseranreicherung - erfolgt während der Untergrundpassage eine Filterung und Vorreinigung des Oberflächenwassers.