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Grundwassermodelle des LANUV

zum Einsatz in der Braunkohleplanung

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW stützt sich bei der Beurteilung der wasserwirtschaftlichen Auswirkungen des Braunkohleabbaus zu einem wesentlichen Teil auf mathematisch-numerische Grundwassermodelle.

Diese Modelle liefern entscheidende Aussagen über die Notwendigkeit und Wirksamkeit wasserwirtschaftlicher Kompensationsmaßnahmen.

Ein mathematisch-numerisches Grundwassermodell bildet die Strömungsvorgänge der natürlichen geologischen Gegebenheiten anhand naturwissenschaftlich abgeleiteter Gesetzmäßigkeiten auf eine numerische Bearbeitungsebene ab. Diese erlaubt es, Strömungsvorgänge rechnerisch nachzuvollziehen und zu simulieren.

Im LANUV sind (Stand 2015) ein großräumiges und ein detailliertes Grundwassermodell zur Simulation wasserwirtschaftlicher Problemstellungen im Braunkohlegebiet im Einsatz:

  • Das großräumige Grundwassermodell umfasst den Bereich der Venloer Scholle zur Beurteilung der Auswirkungen des Tagebaus Garzweiler, den Bereich der Erft-Scholle zur Beurteilung der Auswirkungen des Tagebaus Hambach sowie den Bereich der Rur-Scholle zur Beurteilung der Auswirkungen des Tagebaus Inden. Das Modell ist aus drei ehemals eigenen Modellen (Venloer Scholle, Rurscholle, Erftscholle) zusammengefasst worden, um die Interaktionen an den Schollenrändern besser erfassen zu können.
  • Das detaillierte Grundwassermodell Schwalm dient der Beurteilung der hydrologischen Verhältnisse und der Wirkung der Versickerungsmaßnahmen im Bereich der Feuchtgebiete an der Schwalm.

 

Die folgende Grafik zeigt die Modellgebiete.

 Übersicht über die Grundwassermodelle des LANUV im Rheinischen Braunkohlenrevier