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Das Rheinische Braunkohlerevier

Die Braunkohlenlagerstätte des Rheinischen Reviers liegt in der Niederrheinischen Bucht im Städtedreieck Aachen, Mönchengladbach und Bonn.


Das Rheinische Braunkohlenrevier (Anklicken zum Vergrößern)

Entstanden ist diese bedeutende Braunkohlenlagerstätte durch eine über mehrere Millionen Jahre anhaltende, gleichmäßige Absenkung der Niederrheinischen Bucht während des Miozäns. Das Hauptflöz steht im mittleren Bereich der Niederrheinischen Bucht mit einer Mächtigkeit von bis zu 100 m an.

Die gesamte Lagerstätte umfasst(e) insgesamt einen Kohlenvorrat von 55 Mrd. t und ist damit die größte Braunkohlenlagerstätte Europas. Als technisch und wirtschaftlich gewinnbar gelten ca. 30 Mrd. t. Der Braunkohlenvorrat in genehmigten Tagebauen beläuft sich auf rund 3 Mrd. t.

Der Abbau von Braunkohle wird bereits seit dem 18. Jahrhundert betrieben. Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts setzte im Bereich der Ville der Übergang zum industriellen Abbaubetrieb ein. Mit der Verlagerung des Abbaus aus der Ville in den westlichen und nördlichen Teil des Reviers und der zunehmenden Tiefe der Abbaufelder setzte Mitte der 50er Jahre eine Konzentration auf wenige Großtagebaue ein. Heute werden in den drei Großtagebauen Inden (Rur-Scholle), Hambach (Erft-Scholle) und Garzweiler (Venloer Scholle) rund 90 Mio. t Braunkohle pro Jahr gewonnen.

gelb: in Betrieb
grün: rekultiviert

Die Karte entspricht dem (Planungs-)Stand 2015 und berücksichtigt noch nicht die Auswirkungen der neuen Leitentscheidung zum Tagebau Garzweiler. Durch die Leitentscheidung aus dem Jahr 2015 und dem festgelegten Nichtabbau der Ortslage Holzweiler wird sich der Tagebau Garzweiler  im Südwesten verkleinern.

 

Eine Übersicht der Tagebaue im Rheinischen Braunkohlerevier liefert die wichtigsten Kenngrößen.