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Allgemeines zur Braunkohle

Braunkohle entsteht durch eine langanhaltende Moorbildung und anschließende Sedimentüberdeckung. Unter Luftabschluss setzen biochemische Umsetzungsprozesse (Torfbildung) ein, die den Kohlenstoffanteil der organischen Substanz erhöhen (Inkohlung).

Durch die Auflast des überdeckenden Sediments wird der Torf entwässert. Bei ausreichend hoher Überdeckung entsteht aus dem Torf nach langen Zeiträumen Braunkohle.

Günstige Voraussetzungen für die Bildung mächtiger Braunkohleflöze lagen während des Tertiärs z. B. an den absinkenden Küstenbereichen der Niederlausitz und in der Niederrheinischen Bucht vor.

Bedeutende Vorkommen von Braunkohle finden sich in Deutschland im Lausitzer Revier (um Cottbus), im Mitteldeutschen Revier (um Leipzig), im Helmstedter Revier und im Rheinischen Revier. Insgesamt belaufen sich die geologischen Braunkohle-Vorräte in Deutschland auf unter 80 Mrd. t, (Stand 2012) die allerdings höchstens zur Hälfte wirtschaftlich gewinnbar sind. Mit einer Jahresmenge von ca. 178 Mio. t (Stand: 2014) ist Deutschland der größte Braunkohleförderer der Welt.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Rohstoffes Braunkohle liegt hauptsächlich in der Verstromung, in die über 80% der geförderten Mengen gehen.