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Phytoplankton

Das Phytoplankton besteht aus frei im Wasser schwebenden, meist nur unter dem Mikroskop erkennbaren Algen verschiedener Algenklassen, wie z.B. Kieselalgen, Grünalgen, Goldalgen, Dinoflagellaten und Blaualgen und dient primär als Belastungsanzeiger für die Eutrophierung, die durch ein übermäßiges Nährstoffangebot hier Phosphor, Stickstoff und Silicium verursacht wird. Zusätzlich wirken auch die Lichtverfügbarkeit und die morphologische Verhältnisse der Gewässer auf die Biozönose des Phytoplanktons ein. Starke Planktonentwicklungen in natürlicherweise nicht planktonführenden Gewässern sind daher ein Zeichen von Eutrophierung verbunden mit einer hydromorphologischen Degradation.

Phytoplankton

Das Phytoplankton besteht aus frei im Wasser schwebenden, meist nur unter dem Mikroskop erkennbaren Algen verschiedener Algenklassen, vor allem Kieselalgen, Grünalgen, Goldalgen, Dinoflagellaten und Blaualgen und dient primär als Belastungsanzeiger für die Eutrophierung, die durch ein übermäßiges Nährstoffangebot verursacht wird. Zusätzlich wirken auch morphologische Veränderungen der Gewässer auf die Biozönose des Phytoplanktons ein. Starke Planktonentwicklungen in natürlicherweise nicht planktonführenden Gewässern sind daher ein Zeichen von Eutrophierung verbunden mit einer hydromorphologischen Degradation.

Phytoplankton in Stehgewäseern

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Phytoplankton in Fließgewässern

Nur in planktonführenden Fließgewässern, die im Saisonmittel zwischen April und Oktober eine mittlere Chlorophyll-a-Konzentration von über 20 µg/l unter natürlichen Abflussbedingungen aufweisen können, wird das Phytoplankon untersucht. Hierzu zählen z.B. die LAWA-Fließgewässertypen 9.2, 10, 15, 17, 20. In NRW gehören Rhein und Weser in diese Kategorie.

Für die Untersuchung und Bewertung des Fluss-Phytoplanktons ist das WRRL-konforme PhytoFluss-Verfahren entwickelt worden (Böhmer & Mischke 2011).

In jedem Untersuchungsjahr ist eine monatliche Beprobung des Phytoplanktons im Zeitraum April bis Oktober durchzuführen, so dass mindestens sechs Termine in die biologische Bewertung eingehen. Für die Untersuchung von Chlorophyll a und Nährstoffen wird ein 14-Rhythmus empfohlen.

Die Lugol-fixierten Phytoplanktonproben werden nach der Utermöhl-Methode unter dem Umgekehrten Mikroskop bestimmt, gezählt und ausgewertet (DIN EN 15204). Das Biovolumen des Phytoplanktons wird ermittelt (DIN EN 16695).

Die exakte Durchführung der mikroskopischen Auswertung ist im "Handbuch zum Bewertungsverfahren von Fließgewässern mittels Phytoplankton zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie in Deutschland" beschrieben (Mischke & Behrendt 2007).

Das Bewertungssystem hat mehrere Einzelkenngrößen, wobei der TIP = Typspezifischer Indexwert Potamoplankton und das Gesamtpigment (Chlorophyll a) die wichtigsten sind.

Durch Mittelung aller Kenngrößen wird der Gesamtindex Phytoplankton berechnet. Der Index nimmt Werte von 0,5 - 5,5 ein und wird den fünf ökologischen Zustandsklassen der WRRL zugeordnet.