Bestimmung von Schadstoffen und Schadstoffmetaboliten im Urin von 2 bis 6jährigen Kindern aus Nordrhein-Westfalen

Die Bevölkerung kann über unterschiedliche Aufnahmewege (z. B. über die Nahrung oder die Haut) mit kritischen Stoffen in Kontakt kommen. Häufig sind diese Stoffe auch in sogenannten verbrauchernahen Produkten enthalten. Dazu zählen unter anderem Bodenbeläge, Möbel, Kosmetikartikel, Lebensmittelverpackungen, Spielwaren, Babyartikel, Reinigungs- und Pflegemittel. Kinder gelten als besonders empfindliche Bevölkerungsgruppen gegenüber Schadstoffen. In vielen Fällen ist jedoch nicht bekannt, in welchem Ausmaß Kinder mit Schadstoffen belastet sind. Daher hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV NRW) in den Jahren 2014/2015 eine Untersuchung durchgeführt, in der die innere Belastung von 2- bis 6jährigen KiTa-Kindern mit ausgewählten Schadstoffen bzw. Schadstoffmetaboliten festgestellt wurde. Darüber hinaus wurden in weiteren Untersuchungen verschiedene Schadstoffe bzw. Schadstoffgruppen in Urinproben bestimmt, über die bisher nur sehr wenige Informationen zur Belastung von Kindern vorliegen. Die Ergebnisse werden in Form einzelner Module vorgestellt:

Modul 1 (Hauptbericht):  Untersuchung zu den Abbauprodukten von Weichmachern (Phthalaten/DINCH) sowie zu Konservierungsstoffen (Parabene) im Urin von KiTa-Kindern aus NRW

Ziele dieser Untersuchungen waren:

  • die Erfassung der aktuellen Belastung von 2 bis 6jährigen Kinder aus Nordrhein-Westfalen mit ausgewählten Weichmachern und Konservierungsstoffen,
  • eine Überprüfung, ob sich im Vergleich zu Analysenergebnissen von Proben, die in den Jahren 2011/12 bei gleichaltrigen Kindern aus NRW gewonnen worden waren, Änderungen in der Höhe der Belastung im zeitlichen Verlauf ergeben haben.
  • eine Abschätzung, ob die festgestellten Belastungen gesundheitliche Bedeutung für die Kinder haben.

 Die Ergebnisse können hier abgerufen werden:

 

Modul 2: Glyphosat im Urin von KiTa-Kindern aus NRW

Im Rahmen dieser HBM-Untersuchung sollten folgende Studienfragen beantwortet werden:

  • Können im Urin von 2- bis 6jährigen Kindern aus Nordrhein-Westfalen Glyphosat und sein Hauptmetabolit AMPA in quantitativen Mengen nachgewiesen werden? Wenn ja, in welchen Bereichen liegen die gemessenen Konzentrationen?
  • In welcher Höhe liegen die gemessenen Glyphosat-Konzentrationen im Vergleich zu national und international berichteten Daten?
  • Haben die gemessenen Glyphosat-Konzentrationen gesundheitliche Auswirkungen?

Die Ergebnisse können hier abgerufen werden:

 

Modul 3: Umweltphenole im Urin von KiTa-Kindern aus NRW (in Bearbeitung)

 

Modul 4: Organophosphat-Flammschutzmittel im Urin von KiTa-Kindern aus NRW

Organophosphat-Flammschutzmittel finden breite Anwendung sowohl in Gebäuden und Fahrzeugen als auch in Produkten des täglichen Gebrauchs. Sie werden Materialien zugesetzt, um ihre Entflammbarkeit und Abbrandgeschwindigkeit herabzusetzen. Informationen zur Exposition von Kindern gegenüber Organophosphat-Flammschutzmitteln liegen jedoch kaum vor.

Primäres Ziel dieser Untersuchung war:

  • erste Daten zur Belastung von Kindern gegenüber Organophosphat-Flammschutzmittel zu gewinnen.

Die Ergebnisse können hier abgerufen werden: