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Risikoabschätzung für potenzielle Schadstoffe

Das Fachgebiet „Ökotoxikologie“ widmet sich u. a. der Risikoabschätzung für stoffliche Belastungen in Oberflächengewässern. Auch für neue potenzielle Risikostoffe, die bei umweltanalytischen Untersuchungen des LANUV (siehe Non-Target News, ECHO-Berichte) detektiert wurden, wird eine erste Risikobewertung durchgeführt. Für diese Bewertungen setzt das LANUV Verfahren ein, die auf der Grundlage bestimmter Stoffeigenschaften und –daten die Umweltrelevanz von potenziellen Risikostoffen überschlägig abschätzen (LANUV Fachbericht 57). Die dafür notwendigen Informationen werden mit Hilfe von Datenbankrecherchen zusammengetragen. Bei Hinweisen auf eine mögliche Umweltgefährdung wird der betreffende Stoff ausführlich bewertet. Nach Möglichkeit wird eine Konzentration abgeleitet, bei deren Unterschreitung eine Umweltbeeinträchtigung ausgeschlossen werden kann (Predicted No Effect Concentration, PNEC). Diese kann mit ggf. in der Umwelt nachgewiesenen Konzentrationen verglichen und so das mögliche Risiko bewertet werden. Überschreiten die in der Umwelt detektierten Konzentrationen die PNEC, kann eine Umweltbeeinträchtigung nicht ausgeschlossen werden, so dass weitere Maßnahmen notwendig werden können. Bei unzureichender Datenlage zu einem Stoff wird versucht die fehlenden Daten mit Hilfe verschiedener Verfahren zu modellieren (z.B. Quantitative Struktur-Wirkungsbeziehungen und read-across), so dass ggf. eine erste Einschätzung der Umweltrelevanz eines Stoffes möglich wird (LANUV Fachbericht 72).