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Ökotoxikologie

Durch menschliche Aktivitäten werden viele Stoffe in die Umwelt eingetragen. Die Ökotoxikologie untersucht die Auswirkungen dieser Stoffe auf die belebte Umwelt, d. h. auf Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen. Dabei werden Konzepte und Fachwissen aus der Umweltchemie, der Toxikologie und der Ökologie verknüpft. Die Ökotoxikologie hat in den letzten Jahrzehnten durch zahlreiche gesetzliche Regelungen im Rahmen der Zulassungsverfahren von Industriechemikalien, Pestiziden, Bioziden oder Arzneimitteln an Bedeutung gewonnen.

Im Fachgebiet „Ökotoxikologie“ des LANUV (Fachgebiet 32.2) werden mögliche Stoffwirkungen auf terrestrische und aquatische Lebensräume bewertet. Dabei steht die Erfassung eines möglichen Risikos für einzelne Arten wie auch für Lebensgemeinschaften im Mittelpunkt. Es werden kurzfristige (akute) Schadstoffeinträge, etwa im Rahmen eines Schadensfalles, wie auch langfristige (chronische) Wirkungen, z. B. durch kontinuierliche Einleitungen bei Produktionsprozessen, bewertet. Darüber hinaus werden Auswertungen vorhandener Daten zu einzelnen Arten, Lebensräumen oder Schadstoffen durchgeführt bzw. exemplarische Untersuchungen beauftragt.

 

Zur Bewertung von Schadstoffeinträgen werden häufig Ergebnisse aus normierten Tests mit verschiedenen Testorganismen, z.B. Algen (links), Wasserflöhen (Mitte) und Fischeiern (rechts) herangezogen.

 

Ökotoxikologische Laboruntersuchungen und die Bewertung resultierender Ergebnisse werden in den Fachgebieten 64.5 - Ökotoxikologie sowie 64.6 - Endokrine Wirkungen, Mikrobiologie durchgeführt.