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Probenahme bei Störfällen

Probenahme im Gemüsebeet

Bei Störfällen in Industriebetrieben und bei Bränden können z. B. durch den Rauch oder durch Brandrückstandspartikel Schadstoffe verbreitet werden und sich auch in Nahrungspflanzen anreichern. Deshalb werden beispielsweise nach einem Brand in einem Recyclingunternehmen, bei dem möglicherweise chlorhaltige Materialien unvollständig verbrannt sind und damit evtl. Dioxine und Furane entstanden sein könnten, Nahrungspflanzen im betroffenen Gebiet untersucht. Hierbei sind insbesondere Pflanzen interessant, deren Blätter verzehrt werden, wie etwa Grünkohl, Mangold, Spinat und Salat. Die beaufschlagten Pflanzen werden dann bei betroffenen Anwohnern geerntet, küchenfertig aufbereitet und auf Schadstoffe untersucht. Nach spätestens 14 Tagen liegt in der Regel das Ergebnis vor, über das sowohl die zuständigen Behörden als auch die Bürgerinnen und Bürger, die das Gemüse zur Verfügung gestellt haben, informiert werden. In den meisten Fällen wird zunächst eine vorsorgliche Nichtverzehrempfehlung für Blattgemüse ausgesprochen, die aber nach der Analyse meist wieder zurück genommen werden kann.