© lanuv/C. Brinkmann
Sie sind hier: Startseite LANUV » Umwelt » Luft » Immissionen » Messorte und -werte » Erläuterungen und Hinweise zu den Messwerten und dem Messnetz

Hinweise zu den Messwerten

Grundsätzliches

Alle hier veröffentlichten Messwerte sind noch nicht abschließend validiert. Es handelt sich somit um vorläufige Daten. Dies gilt auch für die zurückliegenden Messwerte. Eine Aktualisierung der Messwerte nach abschließender Validierung findet nicht statt. Validierte Daten finden Sie unter Berichte und Trends.

Allgemeines

Staubwerte PM10 werden als stündlich berechnete (gleitende) 24-Stundenmittelwerte angegeben, alle anderen Messwerte sind Stundenmittelwerte. Die bis zum 14. Januar 2003 in den Tabellen enthaltenen Staubwerte beziehen sich auf den Gesamtschwebstaub. Sie sind als halbstündlich berechnete (gleitende) Dreistundenmittelwerte angegeben.

Die Messhöhe beträgt 3,50 m.

Die dargestellten Messobjekte und Maßeinheiten im Überblick:

O3Ozon1h-Werteµg/m3
N OStickstoffmonoxid1h-Werteµg/m3
N O2Stickstoffdioxid1h-Werteµg/m3
LTEMLufttemperatur1h-Werte°C
WRIWindrichtung1h-WerteGrad
WGESWindgeschwindigkeit1h-Wertem/s
S O2Schwefeldioxid1h-Werteµg/m3
Staub/PM10Schwebstaubfraktion PM1024h-Werteµg/m3

 

Temperaturbezug der Messwerte - Umstellung 1998/1999

Die aktuell veröffentlichten Messwerte beziehen sich gemäß EU-Richtlinie für SO2, NO, NO2, CO und Ozon auf eine Temperatur von 20°C. Bei Messwerten vor 1999 ist zu berücksichtigen, dass damals der Temperaturbezug für SO2, NO, NO2, CO noch bei 0°C lag.

In der Praxis bedeutet dies, dass bei faktisch (d.h. in Volumenanteilen) gleichen Konzentrationen seit Januar 1999 für SO2, NO, NO2, CO ein um ca. 7% kleinerer Massenkonzentrationswert in µg/m3 bzw. mg/m3 angegeben wird. Dies muss natürlich auch bei Vergleichen von Daten ab Januar 1999 mit früher gemessenen Werten berücksichtigt werden; z.B. unterscheidet sich eine 1998 mit 63 µg/m3 (bei 0°C Bezugstemperatur) bestimmte Kenngröße nicht von der 1999 mit 59 µg/m3 (bei 20°C Bezugstemperatur) gemessenen.

Daher sollte in Darstellungen, Vergleichen und Trendbetrachtungen etc. für SO2, NO, NO2, CO, die den Jahreswechsel 1998/1999 überspannen, ein gemeinsamer Temperaturbezug (20°C) gewählt werden (von 0°C auf 20°C: Faktor 0,9318) bzw. eine deutliche Trennung vorgenommen werden. In den Erläuterungen sollte auf die Bezugstemperatur und ggf. die Tatsache, dass aus früher für 0°C veröffentlichten Daten umgerechnet wurde, hingewiesen werden.

Veränderungen im Messnetz

Veränderungen zum Jahreswechsel 2005/2006

Die Konzentrationen an Kohlenmonoxid (C O) in der Außenluft sind in den letzten Jahren landesweit weiter zurückgegangen. Die Messwerte liegen heute auch an verkehrsnahen Messorten weit unterhalb der Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt und es besteht somit keine Notwendigkeit mehr, Kohlenmonoxid kontinuierlich zu messen. Die Messungen dieses Schadstoffes wurden daher im Messnetz eingestellt.

Veränderungen zum Jahreswechsel 2003/2004

PM10-Messwerte mit vorläufigem Korrekturfaktor

Die Staubwerte PM10 werden als stündlich berechnete (gleitende) 24-Stundenmittelwerte angegeben. Bis Ende 2003 wurden die kontinuierlich gemessenen PM10-Werte als Rohwerte ohne Korrekturfaktoren veröffentlicht. Diese unterschätzen in der Regel die "echte" PM10-Konzentration. Ab Januar 2004 werden die PM10-Daten mit einem vorläufigen Faktor korrigiert. Dieser Faktor wurde aus Vergleichen mit diskontinuierlich arbeitenden Referenzgeräten (Wägung von Filtern) bestimmt.

Faktoren können sich in Abhängigkeit von Zusammensetzung des Staubes sowie der meteorologischen Randbedingungen ändern und von Jahr zu Jahr unterschiedlich sein. Die endgültigen Faktoren werden nach Ablauf eines Messjahres festgelegt, nachdem alle Vergleichsdaten für das entsprechende Messjahr ausgewertet sind.

Veränderungen zum Jahreswechsel 2002/2003

Durch zusätzliche Messanforderungen im verkehrsnahen Bereich hat das Landesumweltamt das Messnetz umstrukturiert und den Erfordernissen der EU-Richtlinien angepasst.

Die Konzentrationen an Kohlenmonoxid (C O) und Schwefeldioxid (S O2) in der Außenluft sind in den letzten Jahren in weiten Teilen des Landes stark zurückgegangen. Die Messwerte liegen heute weit unterhalb der Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit und der Umwelt. Die Messungen dieser beiden Schadstoffe wurden daher im Messnetz an mehreren Stationen eingestellt. Bei Kohlenmonoxid wurden etwa 2/3 aller Messplätze stillgelegt; bei Schwefeldioxid waren es etwas mehr als die Hälfte der Messplätze. Auch bei Stickoxiden, Ozon und Schwebstaub wurden in geringem Umfang Messplätze verlagert bzw. stillgelegt.

Für einige Stationen hat dies zur Folge, dass seit Beginn des Jahres 2003 dort keine Immissionsmessungen mehr stattfinden. Dies betrifft die nachstehend aufgeführten LUQS-Stationen.

ICKECastrop-Rauxel-Ickern
KALDDuisburg-Kaldenhausen
HERNHerne-Süd
HERTHerten-Langenbochum
LANGLangenfeld-Reusrath
MEERMoers-Meerbeck
NEUSNeuss
WERNWerne-Evenkamp
WESSWesseling
WIT2Witten-Annen

Umstellung der Messtechnik und Berichte auf Staub PM10

Bereits Ende 2001 wurde mit der Umstellung der Messtechnik von Gesamtschwebstaubmessungen auf die Messung der Schwebstaubfraktion PM10 begonnen. Mittlerweile sind die Mehrzahl der Stationen mit PM10-Messgeräten ausgestattet. Seit Januar 2003 wurde daher auch die Berichterstattung für Schwebstaub umgestellt: Wurden zuvor die Werte für Gesamtschwebstaub (Staub) angegeben, so werden jetzt die Messergebnisse für die Schwebstaubfraktion PM10 (Staub/PM10) veröffentlicht.