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Messung der Staubfraktionen

PM 10 (Particulate Matter 10 µm):

 

Schwebstaubprobenahme

Bei PM 10 handelt es sich um eine Schwebstaubfraktion, welche der sog. thorakalen Fraktion nach ISO 7708 entspricht. Darunter versteht man den Massenanteil der eingeatmeten Partikel, der über den Kehlkopf hinaus in den menschlichen Körper vordringt.

Bild: Fraktionierte Schwebstaubprobenahme;
links: Filter mit Hintergrundbelastung;
rechts: stark belegter Filter;
oben: Prallplatte mit abgetrennten Grobstaubflecken

 




Diese Schwebstaubfraktion wird mittels Geräten erfasst, die mit einem größenselektierenden Einlass versehen sind.

Im LANUV werden zur kontinuierlichen Erfassung von PM 10 radiometrisch arbeitende Geräte vom Typ FH 62 IR und sog. TEOM-Geräte nach dem Prinzip einer oszillierenden Mikrowaage eingesetzt. Für diskontinuierliche Messungen werden sowohl Kleinfiltergeräte LVS 3 (Referenzgeräte nach DIN EN 12341, Sammelvolumen 55m³), wie auch High-Volume-Sampler des Typs Digitel DHA-80 (Äquivalenzgeräte, Sammelvolumen 720m³) verwendet.

Bild: Probenahmegerät zur fraktionierten Probenahme von Schwebstaub.

PM2,5 (Particulate Matter 2,5 µm):

Bei PM2,5 handelt es sich um die Schwebstaubfraktion, die der sog. alveolengängigen Fraktion nach ISO 7708 entspricht.

Darunter versteht man Teilchen, die bis in die Lungenbläschen vordringen können. Hierbei wird ein besonders schutzbedürftiger Personenkreis aus Kindern oder kranken und geschwächten Personen ("Risiokogruppe") berücksichtigt.

Zur Messung der PM2,5-Fraktion werden prinzipiell die gleichen Geräte wie zur PM 10-Messung eingesetzt (diskontinuierliche Messung). Sie sind hierzu jedoch mit anderen Probenahmeköpfen ausgerüstet.

Probenahmekopf

Eine umfassende Darstellung von Untersuchungen zur Staub-Problematik findet man im Abschlussbericht "Korngrößenabhängige Untersuchungen von Schwebstaub und Inhaltsstoffen" (2 MB).

Vom 12.-13.09.2001 fand an der Universität Duisburg ein internationaler Workshop zum Thema PMx-Quellenidentifizierung: Methoden und Ergebnisse statt. Der Konferenzbericht ist erschienen (8 MB).

Vom 22.-23.01.2004 fand in Mülheim ein Workshop zum PMx-Quellenidentifizierung: Ergebnisse als Grundlage für Maßnahmenpläne statt. Der Bericht zum Workshop ist erschienen (13 MB).

 

Bild: Blick in einen Probenahmekopf zur fraktionierten Probenahme von Schwebstaub. Impaktordüsen und Prallplatten sind gut zu erkennen.