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Kontinuierliche Emissionsmessungen

Kontinuierliche Emissionsmessungen sind bei bestimmten Anlagenarten mit größeren Schadstofffrachten vorgeschrieben, um die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte zu dokumentieren.

Vor dem Einsatz zur Überwachung der gesetzlichen Vorgaben sind die Messeinrichtungen einer Eignungsprüfung nach bundeseinheitlichen Kriterien bzw. der Norm DIN EN 15267 Tl. 3 zu unterziehen. Die Eignung wird vom Umweltbundesamt im Bundesanzeiger veröffentlicht. Am Markt erhältlich sind eignungsgeprüfte Messeinrichtungen für Staub, Ruß, CO, SO2, NOx, HCl, HF, NH3, Hg und die Summe organischer Stoffe (Gesamt C)

  • Datenbank eignungsgeprüfte Messeinrichtungen E GMES (Diese Anwendung steht vorübergehend nicht zur Verfügung

Kontinuierliche Messeinrichtungen müssen in vorgegebenen Zeitabständen kalibriert werden, d. h. die Anzeige der Messeinrichtung wird über Parallelmessungen mit Standard-Referenzmessverfahren mit dem Schadstoffgehalt im Abgas korreliert. (Standard-Referenzmessverfahren messen per definitionem "richtig"). Das Merkblatt "Zur Kalibrierung von automatischen Messeinrichtungen nach DIN EN 14181" gibt Hilfestellung zur Anwendung der Standard-Referenzmessverfahren.

Zur Qualitätssicherung ist jährlich eine Funktionsprüfung vorgeschrieben. Die Kalibrierung und Funktionsprüfung wird von bekanntgegebenen Messstellen vorgenommen.

Die Ergebnisse von kontinuierlichen Emissionsmessungen werden als Halbstunden- und Tagesmittelwerte elektronisch gespeichert und klassiert. Dabei findet eine Überprüfung statt, ob die vorgegebenen Emissionsbegrenzungen eingehalten sind. Bei vielen Anlagen werden die so gewonnenen Emissionsdaten per Datenfernübertragung an die Aufsichtsbehörde übergeben.