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Groß Feuerungs Anlagen (GFA)

Großfeuerungsanlagen (GFA) sind große industrielle Anlagen zur Energieerzeugung durch Verbrennung fossiler Energieträger mit einer Feuerungswärmeleistung von 50 MW und mehr (Kraftwerke oder industrielle Heizwerke). Dazu gehören ab dem Berichtsjahr 2014 auch die abfallmitverbrennenden Großfeuerungsanlagen.

Diese Anlagen erzeugen bei Verbrennungsprozessen große Mengen an luftverunreinigenden Stoffen wie Schwefeloxide (SOx), Stickstoffoxide (NOx) und Staub.

Gemäß § 25 der Verordnung über Großfeuerungs-, Gasturbinen- und Verbrennungsmotoranlagen 13. BImSchV und § 22 der Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen - 17. BImSchV  haben die Anlagenbetreiber jährlich für jede einzelne Anlage die Emissionen an Schwefeloxiden (SOx), Stickstoffoxiden (NOx) und Gesamtstaub sowie den Energieeinsatz zu berichten.

Aktuelles

Die Berichterstattung für das Berichtsjahr 2017 ist seit dem 19.01.2018 möglich.

Die Daten für die Berichterstattung wurden im Januar 2018 in BUBE eingestellt und die berichtspflichtigen Betreiber wurden per E-Mail (am 23.01.2018) oder auf dem Postweg (mit Datum vom 22.01.2018) informiert.

Wir empfehlen, die Bearbeitung der Berichte frühzeitig zu beginnen und abzuschließen.

 

Wer muss berichten?
Berichtspflichtig sind die Betreiber von Feuerungsanlagen einschließlich Gasturbinenanlagen (auch zum Antrieb von Arbeitsmaschinen) und neu ab dem Berichtsjahr 2014 Betreiber von abfallmitverbrennenden Großfeuerungsanlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 50 Megawatt oder mehr für den Einsatz fester, flüssiger oder gasförmiger Brennstoffe. Nicht berichtspflichtig sind u.a. Betreiber von Wärme- und Wärmebehandlungsanlagen, Hochöfen, Koksunterfeuerungen und Clausanlagen.

Was ist zu berichten?
Der Inhalt des Berichtes ist im § 25 der 13. BImSchV bzw. § 22 der 17. BImSchV festgelegt. Danach sind für jede einzelne Anlage zu berichten:

  • die installierte Feuerungswärmeleistung der Feuerungsanlage, in Megawatt,
  • die Art der Feuerungsanlage: Kesselfeuerung, Gasturbine, Gasmotor, Dieselmotor, andere Feuerungsanlage mit genauer Angabe der Art der Feuerungsanlage,
  • das Datum der Betriebsaufnahme und der letzten wesentlichen Änderung der Feuerungsanlage, inklusive Benennung der wesentlichen Änderungen,
  • Jahresgesamtemissionen, in Megagramm pro Jahr, an Schwefeloxiden, angegeben als Schwefeldioxid, Stickstoffoxiden, angegeben als Stickstoffdioxid, und Staub, angegeben als Schwebstoffe insgesamt
  • die jährlichen Betriebsstunden der Feuerungsanlage,
  • den jährlichen Gesamtenergieeinsatz, in Terajoule pro Jahr, bezogen auf den unteren Heizwert, aufgeschlüsselt in die folgenden Brennstoffkategorien: Steinkohle, Braunkohle, Biobrennstoffe,  Torf, andere feste Brennstoffe mit genauer Angabe der Bezeichnung des festen Brennstoffs, flüssige Brennstoffe, Erdgas, sonstige Gase mit genauer Angabe der Bezeichnung des Gases,
  • Angaben zum Schwefelgehalt der verwendeten heimischen festen Brennstoffe und den erzielten Schwefelabscheidegrad entsprechend Punkt 7. aus § 25 der 13. BImSchV bzw. § 22 der 17. BImSchV
  • für Feuerungsanlagen, die im gleitenden Durchschnitt über einen Zeitraum von fünf Jahren nicht mehr als 1500 Stunden pro Jahr in Betrieb sind, die Zahl der Betriebsstunden pro Jahr für das Berichtsjahr und die vorangegangenen vier Kalenderjahre,
  • die Angabe, ob die Feuerungsanlage Teil einer Raffinerie ist.

Wie wird berichtet?
Die Erfassung und Abgabe des GFA-Berichtes erfolgt bundeseinheitlich online über das Internet mit der Webanwendung Betriebliche UmweltdatenBericht Erstattung (BUBE).

Termine
Jährlich im Folgejahr
31.05. - Abgabe des GFA-Berichtes durch den Betreiber

Ansprechpersonen
Ansprechpersonen für alle Belange des GFA-Berichtes ist immer die/der Sachbearbeiterin/Sachbearbeiter bei Ihrer zuständigen Bezirksregierung.