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Ausbreitungsrechnung nach TA-Luft-Modell

Im Rahmen von Anlagengenehmigungen nach TA Luft (2002) ist in der Regel eine Ausbreitungsrechnung zur Ermittlung der Immissionszusatzbelastung durchzuführen. Vorgaben zu der Ausbreitungsrechnung werden in Anhang 3 der TA Luft (2002) gegeben. Diese umfassen sowohl die Art des zu verwendenden Modells als auch andere Punkte der Ausbreitungsrechnung wie Meteorologie, Gelände- und Gebäudeberücksichtigung oder Rauhigkeitslänge.

Das Programm AUSTAL2000 ist eine Referenzlösung des Anhang 3 der TA Luft (2002). Mit AUSTAL2000 kann die Immissionsbelastung durch eine oder mehrere Quellen in Form von Jahresmittel-, Stundenmittel- und Tagesmittelwerten der Konzentration und Deposition simuliert werden.

Hilfestellung zu Ausbreitungsrechnungen nach TA Luft 2002 und GIRL mit AUSTAL2000 und deren Prüfung gibt ein vom LANUV erarbeiteter Leitfaden, der im Jahr 2018 in einer überarbeiteten Fassung zur Verfügung gestellt wurde. Daneben liegt seit 2010 die VDI-RL 3783 Bl. 13 zur Qualitätssicherung in der Ausbreitungsrechnung vor, die sowohl bei der Durchführung als auch bei der Prüfung von Ausbreitungsrechnungen nach TA Luft und GIRL herangezogen werden kann.

Literatur

  1. TA Luft (2002): Erste Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) vom 24.7.2002: Gemeinsames Ministerialblatt (2002), Ausgabe A, Nr. 25-29, 511-605.
  2. VDI 3945 Blatt 3: Umweltmeteorologie - Lagrange'sches Partikelmodell. VDI Richtlinie vom Dezember 2000, Beuth-Verlag, Berlin.
  3. VDI 3783 Blatt 13: Umweltmeteorologie - Qualitätssicherung in der Immissionsprognose - Anlagenbezogener Immissionsschutz - Ausbreitungsrechnung gemäß TA Luft. Januar 2010, Beuth-Verlag, Berlin.