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Flächenbewirtschaftung

Böden sind eine in Fläche und Leistungsfähigkeit endliche Ressource, da es Jahrhunderte dauert, bis sich auch nur eine wenige Zentimeter mächtige Bodenschicht aufbaut. Böden erfüllen vielfältige natürliche Funktionen und sind Produktionsgrundlage für die Landwirtschaft. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel erlangen sie wegen ihrer Speicherfähigkeit für Wasser, Nährstoffe und Kohlenstoff eine steigende Bedeutung.

Flächennutzung in NRW 2014
(Bodenfläche insgesamt: 34.077 km²)

Der Anteil der Landwirtschaftsfläche in NRW lag im Jahr 2014 bei 48,5 Prozent der Landesfläche. Als Ackerland wurde eine Fläche von 10.552 km² und als Grünland eine Fläche von 3.890 km² genutzt. Die landwirtschaftliche Flächennutzung prägt damit das Landschaftsbild in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens.

Als eine Folge der zunehmenden Flächeninanspruchnahme für den Bau neuer Siedlungen, Gewerbegebieten und Verkehrswegen verringerte sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche im Zeitraum von 1994 bis 2014 um insgesamt 1.246 km². In NRW werden 1.800 landwirtschaftliche Betriebe mit 67.756 ha Fläche ökologisch bewirtschaftet (Stand 31.12.2010). Das sind 4,6% der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in NRW und 5,0% aller NRW-Betriebe.

Neben der eigentlichen traditionellen Landwirtschaft, die den Boden zur Produktion für Nahrungs- und Futtermitteln nutzt, gewinnen in den letzten Jahren weitere wirtschaftliche Aktivitäten auf landwirtschaftlichen Flächen an Bedeutung. So wird in vielen Regionen der Boden in zunehmendem Maß für den Anbau nachwachsender Rohstoffe in Anspruch genommen. Die Bereitstellung von Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen.