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Böden sind eine in Fläche und Leistungsfähigkeit endliche Ressource, da es Jahrhunderte dauert, bis sich auch nur eine wenige Zentimeter mächtige Bodenschicht aufbaut. Böden erfüllen vielfältige natürliche Funktionen und sind Produktionsgrundlage für die Landwirtschaft. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel erlangen sie wegen ihrer Speicherfähigkeit für Wasser, Nährstoffe und Kohlenstoff eine steigende Bedeutung.

Flächennutzung in NRW 2015 (Bodenfläche insgesamt: 34.112 km²)

Der Anteil der Landwirtschaftsfläche in NRW lag im Jahr 2016 bei 48,3 Prozent der Landesfläche. Als Ackerland wurde eine Fläche von 11.341 km² und als Grünland eine Fläche von 4.778 km² genutzt. Die landwirtschaftliche Flächennutzung prägt damit das Landschaftsbild in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens.

Als eine Folge der zunehmenden Flächeninanspruchnahme für den Bau neuer Siedlungen, Gewerbegebieten und Verkehrswegen verringerte sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche im Zeitraum von 1994 bis 2016 um insgesamt 1.329 km². In NRW werden 1.978 landwirtschaftliche Betriebe mit 77.990 ha Fläche ökologisch bewirtschaftet (Stand 31.12.2016). Das sind 4,8 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in NRW und 5,0% aller NRW-Betriebe.

Neben der Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln haben in den letzten Jahren weitere wirtschaftliche Aktivitäten auf landwirtschaftlichen Flächen an Bedeutung gewonnen. So wird in vielen Regionen der Boden  für den Anbau nachwachsender Rohstoffe in Anspruch genommen. Die Bereitstellung von Biomasse aus der Land- und Forstwirtschaft ist seit Ende der 90er Jahre deutlich angestiegen.