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Flächenbewirtschaftung

Böden sind eine in Fläche und Leistungsfähigkeit endliche Ressource, da es Jahrhunderte dauert, bis sich auch nur eine wenige Zentimeter mächtige Bodenschicht aufbaut. Böden erfüllen vielfältige natürliche Funktionen und sind Produktionsgrundlage für die Landwirtschaft. Im Zusammenhang mit dem Klimawandel erlangen sie wegen ihrer Speicherfähigkeit für Wasser, Nährstoffe und Kohlenstoff eine steigende Bedeutung.

Flächennutzung in NRW 2018 (Bodenfläche insgesamt: 34.112 km²)

Der Anteil der Landwirtschaftsfläche in NRW lag im Jahr 2018 bei 47,3 Prozent der Landesfläche. Als Ackerland wurde eine Fläche von 11.145 km² und als Grünland eine Fläche von 4.738 km² genutzt. Die landwirtschaftliche Flächennutzung prägt damit das Landschaftsbild in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens.

Als eine Folge der zunehmenden Flächeninanspruchnahme für den Bau neuer Siedlungen, Gewerbegebiete und Verkehrswege verringerte sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche im Zeitraum von 1994 bis 2015 um insgesamt 1.187 km². Die Daten der folgenden Jahre können auf Grund einer Umstellung der Erfassung in den Katasterämtern im Jahr 2016 nicht in diese vergleichende Betrachtung einbezogen werden.

In NRW wurden im Jahr 2018  2.161 landwirtschaftliche Betriebe mit  85.320 ha Fläche ökologisch bewirtschaftet. Das entsprach zu diesem Zeitpunkt 5,9 % der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche in NRW und 7,0 % aller landwirtschaftlichen Betriebe in NRW.

Neben der Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln haben in den letzten Jahren weitere wirtschaftliche Aktivitäten auf landwirtschaftlichen Flächen an Bedeutung gewonnen.  Der Anbau von nachwachsenden Rohstoffen hat im Laufe der 2000er Jahre deutlich  zugenommen. Die größte Bedeutung hat dabei die Bereitstellung von Biomasse, z.B. von Mais, für die Biogaserzeugung.