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Sanierung

Sanierungsmaßnahme Brilon-Scharfenberg, Hochsauerlandkreis

Auf der im Rahmen des Pilotflächenmonitorings festgestellten Hochbelastungsfläche in Brilon-Scharfenberg wurde sofort eine Sanierung eingeleitet, die aus einer Fassung des belasteten Sickerwassers und anschließender Behandlung über Aktivkohle besteht. Mit Beginn der Sanierung im Januar 2007 wurde der Austrag von PFC-belastetem Sickerwasser aus dieser Fläche wirkungsvoll reduziert (Statusbericht Scharfenberg).

Seit Beginn der Sanierungsmaßnahme Brilon-Scharfenberg wird ein regelmäßiges Bodenmonitoring auf der Fläche durchgeführt. Dabei ist eine Abnahme der PFC-Belastung im Oberboden zu verzeichnen.

Sanierungsmaßnahme Rüthen, Kreis Soest

Im Rahmen der ergänzenden Bodenuntersuchungen im Anschluss an das Pilotflächenmonitoring auf der Basis von Erkenntnissen aus der Gewässerüberwachung ist in der Nähe der Ortschaft Rüthen im Kreis Soest eine weitere hoch belastete Fläche festgestellt worden. Diese etwa 2 Hektar große Fläche, bei der ein PFC-Depot von ca. 100 Kilogramm ermittelt wurde, ist mittels Entsorgung hochbelasteter Bodenpartien und anschließender Rekultivierung saniert worden.

Sanierungsmaßnahmen bei Altstandorten oder Schäden aufgrund von Löschschaumeinsatz

Aufgrund der vielfältigen Verwendung können PFC im Boden und Grundwasser bestimmter Altstandorte, Altablagerungen und aufgrund des Einsatzes von Feuerlöschschaummitteln relevant sein. Einzelne durchgeführte Untersuchungen haben auf Altstandorten mit Chrom-Galvanik-Bädern bestätigt, dass neben den ChromVI-Belastungen dort erheblich erhöhte PFC-Gehalte auftreten können. Erste Sanierungsmaßnahmen des Bodens und des Grundwassers auf Galvanikstandorten und auf Standorten mit Schäden aufgrund des Einsatzes von Löschmitteln laufen in Nordrhein-Westfalen bereits. Die Beuteilung einer Sanierungsnotwendigkeit und Ausrichtung der Maßnahmen beruhen auf einer Einzelfallbetrachtung. Dabei können die Bewertungsmaßstäbe für PFC-Konzentrationen in NRW orientierend herangezogen werden.