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Wirkungen von Nanopartikeln

Risiken, die sich aus den Wirkungen von Nanopartikeln und Nanomaterialien in der Umwelt ergeben

Das Institut für Wasserforschung in Schwerte hat im Auftrag des LANUV eine Literaturstudie über die Risiken, die sich aus den Wirkungen von Nanomaterialien und Nanopartikeln in der Umwelt (Vegetation, Tiere, Wasser, Boden und ggf. Natur) ergeben, durchgeführt und im März 2009 vorgelegt.

In der Studie wurden ca 290 Publikationen ausgewertet. Die wesentlichen Ergebnisse sind nachfolgend zusammen gefasst:

  • In der aktuellen Literatur sind keine Untersuchungen zu finden, in denen direkt Wirkungen von technischen Nanomaterialien auf die Umwelt nachgewiesen wurden.
  • Es wird von der Entwicklung von Methoden zur Bestimmung von Nanopartikeln in Luft und Wasser berichtet. Einschränkend ist festzustellen, dass die Identifizierung der Nanopartikel äußerst schwierig ist.
  • Einen groben Überblick über Mengen und Konzentration in der Umwelt liefern Prognosen auf Grundlage von in den Handel gebrachten Mengen und von einfachen Modellabschätzungen. In diesem Zusammenhang gibt es Hinweise, dass Nano-Silber und Titandioxid-Partikel ein Risiko für die Umwelt sein könnten.
  • In Laborexperimenten konnten Wirkungen auf die Wurzelsysteme von Pflanzen sowie auf Organismen im Boden und im Wasser gezeigt werden. Für die Wirkungsmechanismen wird vorausgesetzt, dass die Nanopartikel die Zellmembranen durchdringen und in die Zellen eindringen können. In der Zelle können die Nanopartikel Strukturen verändern und Stoffwechselvorgänge beeinträchtigen.
  • Andererseits führen Zusammenlagerung oder Bindung an Oberflächen zur Reduzierung der Wirksamkeit von Nanopartikeln, obwohl die Partikel für ihren Einsatzzweck möglichst stabil sein und eine lange Lebensdauer haben sollten
  • Vor dem Hintergrund, dass Produktion und Einsatz der Nanopartikel sowohl in der Menge als auch in der Vielfalt zunehmen, steigt auch das Risikopotential.