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Chancen der Nanotechnologie

Als Nanotechnologie wird die Herstellung, Bearbeitung und Verwendung von Materialien auf atomarer, molekularer und makromolekularer Ebene bezeichnet. Die Anwendung der Nanotechnologie ermöglicht es, neue Eigenschaften und Funktionen für Komponenten und Produkte zu erzeugen. Nanoskalige Materialien (im Bereich kleiner als 100 Nanometer) besitzen teilweise völlig andere Eigenschaften als das gleiche Material in größerer Form. Eigenschaften, die Nanomaterialien besonders attraktiv machen, sind zum Beispiel deren hohe Festigkeit, Leitfähigkeit, Langlebigkeit und Reaktivität.


Viele nanotechnologische Produkte wie Funktionstextilien, Schmutz abweisende und kratzfeste Produkte wie Brillengläser, Autolacke oder auch transparente Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor bringen dem Verbraucher schon heute einen wahrnehmbaren Nutzen. Industrie und Wissenschaft erhoffen sich von der Weiterentwicklung der Nanotechnologie insbesondere in den Bereichen Prozesstechnik, Sensortechnik, Robotik, Biotechnologie, Medizintechnik und Pharmazie eine Vielzahl nutzbringender Anwendungen. Ein Spektrum der Markt- und Anwendungspotenziale für fast alle Industriesektoren ist im nano.DE-Report 2009 / Status Quo der Nanotechnologie in Deutschland vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgeführt.

Die Nanotechnologie stellt einen wesentlichen Treiber für innovative und umwelteffiziente Technologien im Umweltschutz dar. Sie wird bereits heute für Produkte und Verfahren eingesetzt, um damit zu einer verbesserten Ressourcen- und Energieeffizienz beizutragen. Einsatzfelder sind die Wasseraufbereitung, die Luftreinhaltung, die Altlastensanierung und auch die Abfallbehandlung durch Einsatz von Membranen mit Nanomaterialien oder Nanoporen sowie neue Oberflächenbeschichtungen, verbesserte Werkstoffe und auch Nano-Katalysatoren. Für alle diese Technologien gibt es Anwendungsbeispiele im Umweltbereich.