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Was ist bei der Anlieferung zu beachten?

Verdichtungen des Unterbodens sind mit ausreichendem Zeitabstand vor der Anlieferung des neuen Bodens zu beseitigen. Bei der Anlieferung ist auf schadstoffarmes Bodenmaterial zu achten (Herkunftsnachweis).

Nach BBodSchV und DIN 19731 sind Böden zu untersuchen, wenn am Herkunftsort Hinweise auf Belastungen vorliegen. Hinweise sind z.B.

 

 

  • Böden aus Gewerbe- und Industriegebieten sowie aus militärisch genutzten Gebieten
  • Böden aus den Kernbereichen von Städten
  • Oberböden aus dem Straßenrandbereich (ca. 10 Meter Abstand zum Fahrbahnrand)
  • Böden, die kleine Beimengungen von Fremdmaterial (z.B. Ziegel, Schlacken, Farbreste, etc.) enthalten
  • Böden aus Überschwemmungsgebiete
  • Böden aus Gebieten mit geogen bedingten Anreicherungen

Kontrollieren Sie, ob der Boden Fremdbestandteile enthält. Falls Hinweise auf Schadstoffbelastungen vorliegen, sollte ein Prüfbericht mit den Standarduntersuchungsparametern gemäß BBodSchV angefordert werden. Die Vorsorgewerte nach § 9 Abs. 1 der BBodSchV sind für alle Stoffe einzuhalten.

Eine Besonderheit besteht bei kleineren Bauvorhaben. Diese verfügen meist über weniger als 150 qm Freifläche, so dass max. 30 Kubikmeter Oberboden für die Gartengestaltung benötigt werden. Die für kleine Mengen durchgeführten Bodenuntersuchungen sind ggf. mit Mehrkosten und längeren Wartezeiten verbunden.