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Bodenfeuchte berücksichtigen

In der Praxis hat sich der Rolltest für eine schnelle Beurteilung der Bodenfeuchte bewährt.

Rollversuch nach DIN 18915

Aus einer Bodenprobe sind die größeren Körner (> 2 mm) zu entfernen, um mit dem Feinboden eine ca. walnussgroße Teilprobe kneten. Diese wird gleichmäßig zu einer dünnen Bodenwalze ausgerollt, bis die Walze in einzelne Abschnitte zerbricht oder zerbröcktelt.

  • Zerbröckelt oder zerbricht die Bodenwalze bei einem Durchmesser > 8 mm, kann der Boden bearbeitet werden.
  • Lässt sich der Boden zu einer Walze von weniger als 3 mm Durchmesser ausrollen, ist der Boden nur mit erheblichen Gefügestörungen zu bearbeiten.
  • Zerbricht oder zerbröckelt die Bodenwalze bei einem Durchmesser zwischen 3 und 8 mm, liegen Zweifelsfälle vor. Entscheidungshilfen können aus Wiederholungen dieses Versuchs oder Beobachtungen bei einem Bearbeitungsversuch in der vorgesehen Bearbeitungstiefe gewonnen werden.

Bei größere Bauvorhaben sollte die Bodenfeuchte mit Hilfe eines Tensiometers gemessen werden. Dieses Messgerät ermittelt die Saugspannung des Bodenwassers in der Einheit hPa (Hektopascal). Der Wert ist umso höher, je trockener der Boden ist.