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Bauschutt, Baureste und Baumaterialien

Abfälle, Bauschuttreste und andere Materialien, die vom Bauunternehmer zurückgelassen werden, können zu vermeidbaren Folgekosten führen.

Achten Sie als Investor oder Bauherr deshalb während des Bauens darauf, dass Baumaterialien fachgerecht entsorgt werden.

  

Was ist zu beachten?

  • Die fachgerechte Entsorgung von Bauabfällen ist vom Bauunternehmer zu tragen. Günstig ist eine schriftlich Bestätigung der Entsorgungswege .
  • Die getrennte Sammlung und Verwertung der recyclebaren Baurestmassen in durch das Abfallrecht vorgeschrieben (keine Container, in denen alle Abfallstoffe zusammengekippt werden).
  • Trennung nach folgenden Stoffgruppen: Mineralische Abfälle, Baumischabfälle, Wertstoffe, Problemabfälle und asbesthaltige Baustoffe.
  • Die Verfüllung von Arbeitsräumen mit Baumischabfällen oder das Verbrennen ist nach dem Bodenschutz- und Abfallrecht nicht zulässig. Das Bauunternehmen ist verpflichtet, Baumischabfälle wie Kabel, Rohre, Bauholz, Putzreste oder Bauschutt wieder zurückzunehmen.
  • Dokumentieren Sie, falls Baumischabfälle auf den Grundstück „entsorgt“ werden.

Achten Sie auf die verwendeten Begrifflichkeiten:

  • Mineralische Abfälle: Bodenaushub, Kies, Sand, Steine sowie Straßenaufbruch und Bauschutt
  • Bauschutt: Beton- und Zementreste, Fliesen, Keramik, Ziegel, Mauerwerk und Putzreste
  • Baumischabfälle: Verunreinigte Wertstoffe und Gemische aus Holz, Glas, Metall, mineralischen Abfällen, Beton, Ziegel, Keramik, Gips sowie Kabel, Rohre, Bauholz, Putzreste, etc.
  • Wertstoffe: Transportverpackungen, Grünschnitt, Metalle zur Wiederverwertung (Recyclinghöfe)
  • Problemabfälle: Lacke, Bitumen, Kleber (Sonderabfall)
  • Recyclingbaustoffe (Sekundärrohstoffe): Aufbereitete mineralische Abfälle, z.B. Granulat aus Bauschutt, Straßenaufbruch, etc.

Rechtliche Regelungen für die Entsorgung

  • Die in Ausschreibungen früher übliche Bestimmung "Abbruch (Abfall) geht in das Eigentum des Auftragnehmers über" darf nicht mehr verwendet werden.
  • Für die Stoffliche Verwertung von mineralischen Abfällen sind in NRW die "Verwertererlasse" von Bedeutung.