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Auf- und Einbringen von Materialien auf bzw. in eine durchwurzelbare Bodenschicht

§ 12 der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) enthält zahlreiche Anforderungen, die beim Auf- oder Einbringen von Materialien auf oder in den Boden im Bereich der sog. "durchwurzelbaren Bodenschicht" zu beachten sind.

Dies gilt etwa bei der Verwertung von Bodenmaterial auf landwirtschaftlich genutzten Flächen oder bei Maßnahmen des Garten- und Landschaftsbaus zur Herstellung von Gärten, Grünflächen und Parkanlagen. Auch wenn durch die Maßnahmen eine durchwurzelbare Bodenschicht erst hergestellt wird, wie bei der Begrünung von Aufschüttungen und Halden oder der Rekultivierung von Abgrabungen und Tagebauen, ist § 12 BBodSchV anzuwenden.

Zur Konkretisierung der im § 12 BBodSchV enthaltenen Anforderungen hat die Bund/Länderarbeitsgemeinschaft Bodenschutz (LABO) in Zusammenarbeit mit dem Länderausschuss Bergbau (LAB), der Länderarbeitsgemeinschaft Abfall (LAGA) und der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) inzwischen eine entsprechende Vollzugshilfe erarbeitet. Darauf basierend hat das Landesumweltamt das Merkblatt "Anforderungen an das Aufbringen und Einbringen von Materialien auf oder in den Boden gemäß § 12 Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung" erstellt.

Mit Runderlass vom 19.12.2003 wurde das LUA-Merkblatt 44 in NRW eingeführt. Ein spezielles Formblatt dient zur Anzeige für das Auf- und Einbringen von Materialien auf und in Böden bei der zuständigen Bodenschutzbehörde.