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Biotopentwicklungspotenzial

© C. Korff

Schützenswert sind Böden, auf denen das Potenzial für eine Entwicklung von seltenen Lebensgemeinschaften vorhanden ist.

Das Biotopentwicklungspotenzial ist umso größer einzuschätzen, je stärker sich der jeweilige Standort von weit verbreiteten "Normalstandorten" unterscheidet und damit gute Voraussetzungen für die Entwicklung einer stark spezialisierten Vegetation bietet.

Böden weisen dann ein hohes Biotopentwicklungspotenzial mit Extrembedingungen auf, wenn sie besonders nass, besonders trocken, sehr nährstoffarm oder sehr nährstoffreich sind.

Beispiele für schutzwürdige Böden mit besonders hohem Biotopentwicklungspotenzial in NRW sind:

  • Moorböden, z.B. Hochmoore, Niedermoore und Übergangsmoore mit einem aktuellen Grundwasserstand bis 40 cm unter der Oberfläche;
  • Grundwasserböden, z.B. Anmoor- und Nassgleye, regional auch Auenböden, die noch zeitweise überflutet werden (in der Regel Grundwasserstufe 1 und 2);
  • trockene und nährstoffarme tiefgründige Sand- oder Schuttböden ohne Grund- und Staunässeeinfluss, z.B. Lockersyroseme, Regosole und Podsole, die sich aus reinen Sanden entwickelt haben;
  • trockene bis extrem trockene, flachgründige Felsböden, z.B. Syroseme, Ranker und Rendzinen.

 

Informationen zu seltenen Lebensräumen und dem Biotopschutz:

Weitere Informationen zu den natürlichen Bodenfunktionen: