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Entstehung von Bodenerosion

Bodenerosion
© Brinkmann/ LANUV

Bodenerosion entsteht durch Wasser und Wind.

In Nordrhein-Westfalen ist vor allem die Erosion durch Wasser relevant. Meist fließt Wasser auf der Bodenoberfläche und damit findet der Bodenabtrag mehr oder weniger flächenhaft statt. Je nach Geländeform und Fließstrecke sammelt sich das Wasser in bevorzugten Fließbahnen. Damit entstehen lineare Bodenabtragsstrukturen, zunächst kleine Rillen, dann Rinnen bis hin zu Gräben. Eine Sonderform stellt die Tunnelerosion statt, bei der auf unterirdischen Fließwegen Boden ausgespült wird, bis schließlich die so gebildeten Tunnel einstürzen und sogenannte Sinklöcher entstehen.

Die potenzielle Erosionsgefährdung durch Wasser kann mit der Allgemeinen Abtragsgleichung ermittelt werden. Relevant sind hierbei insbesondere die Erodierbarkeit sowie das Relief mit Hanglänge und Hangneigung und das Klima mit der Erosionswirksamkeit der Niederschläge. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren wird in der Karte der Erosionsgefährdung dargestellt.

 

Allgemeinen Bodenabtragsgleichung

Die Bodenerodierbarkeit entspricht dem K-Faktor der Allgemeinen Bodenabtragsgleichung (ABAG) und ist ein Maß für die Erosionsanfälligkeit des Bodens.

 

Die ABAG hat die folgende Formel:

A = K x R x S x L x C x P

 

Darin bedeuten:

  • A langjährig zu erwartender mittlerer Bodenabtrag in t / (ha ? a),
  • K Bodenerodierbarkeit in (t ? h) / (ha ? N),
  • R Regenerosivität in N / (h ? a),
  • S Hangneigung (dimensionslos),
  • L erosionswirksame Hanglänge (dimensionslos),
  • C Bodenbedeckungs- und Bearbeitungsfaktor (dimensionslos),
  • P Faktor zur Berücksichtigung von Erosionsschutzmaßnahmen (dimensionslos).

Der K-Faktor integriert zahlreiche physikalische Eigenschaften des Bodens, die seine Erosionsanfälligkeit bestimmen. Er setzt sich zusammen aus den Einzelfaktoren Kb (Bodenart), Kh (Humus) und Ks (Steinbedeckung), die den in GD (2004b) dargestellten Schätztabellen entnommen und miteinander multipliziert werden.