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Immobilisierung

Unter Immobilisierung werden in der Altlastensanierung alle mobilitätshemmenden Maßnahmen verstanden, die an den Schadstoffen selbst ansetzen und die Verfügbarkeit der Schadstoffe für Emissionsvorgänge herabsetzen. Immobilisierungsverfahren sind im Wesentlichen bei Schwermetallkontaminationen geeignet.

Es lassen sich folgende (grundsätzliche) Wirkungsmechanismen unterscheiden:

  • Physikalische Immobilisierung (Verfestigung),
  • Chemische Immobilisierung (z.B. Fällung, Oxidation, Reduktion),
  • Chemisch-physikalische Immobilisierung (Kombination der beiden o.g. Verfahren)

Immobilisierungsverfahren werden in der Regel als on-site Verfestigungsmaßnahmen durchgeführt. Dabei wird das Material ausgehoben und vorbehandelt, während parallel das Bindemittel und die Zuschlagstoffe aufbereitet werden. Anschließend werden die Materialien intensiv gemischt. Das Aushärten der Mischung erfolgt zum Teil vor, zum Teil nach dem Wiedereinbau.

Der Einsatz von Immobilisierungsverfahren bei der Altlastensanierung muß aufgrund des ungeklärten Langzeitverhaltens vorsichtig beurteilt werden. Daher werden Immobilisierungsverfahren meist nur mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen (z.B. Einkapselung) eingesetzt.